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Lappenberg

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lappenberg

Bd. 12, Sp. 191
Lappenberg, Johann Martin, deutscher Geschichtsforscher, geb. 30. Juli 1794 in Hamburg, gest. 28. Nov. 1865, studierte in Edinburg Medizin, ging dann zu historisch-politischen Studien über und lebte längere Zeit in London, um die englische Verfassung und Verwaltung kennen zu lernen. Nach Deutschland zurückgekehrt, trieb L. in Berlin und Göttingen besonders Rechtsgeschichte, ward 1820 hamburgischer Ministerresident in Berlin und wirkte dann 1823–63 als Archivar der Stadt Hamburg. Er veröffentlichte: »Das Billwerder Recht vom Jahr 1498« (Schlesw. 1828); »Über die Entstehung der bürgerschaftlichen Verfassung Hamburgs« (1828) und »Über die ältere Geschichte und Rechte des Landes Hadeln« (Lüneb. 1829). Er setzte Sartorius' unvollendetes Werk über die ältere Geschichte des hanseatischen Bundes als »Urkundliche Geschichte der deutschen Hause« (Hamb. 1830, 2 Bde.) fort. Es folgten: die Schrift »Über den ehemaligen Umfang und die Geschichte Helgolands« (Hamb. 1831); »Die Elbkarte des Melchior Lorichs« (das. 1847); »Urkundliche Geschichte des hansischen Stahlhofs in London« (1851); »Zeitschrift des Vereins für Hamburger Geschichte« (Hamb. 1841–51, Bd. 1–3); »Hamburger Rechtsaltertümer« (das. 1845, Bd. 1); »Die Miniaturen der Hamburger Stadtrechte vom Jahr 1497« (das. 1846); das »Hamburger Urkundenbuch« (das. 1842, Bd. 1), worin er die Urkunden des ehemaligen Domkapitelarchivs veröffentlichte; die »Hamburger Chroniken« (das. 1852–6 1); die Ausgabe des Thraziger (das. 1864) und die »Quellensammlung der Schleswig-Holsteinischen Gesellschaft für vaterländische Geschichte« (Kiel 1862–1865, 3 Bde.). Als Mitglied der Historischen Kommission in München regte er die Herausgabe der Hansa-Rezesse an. In den »Monumenta Germaniae historica« gab er die Chronik des Thietmar von Merseburg, die Gesta Hamburgensis ecclesiae, die Slawische Chronik Helmolds u. Arnolds von Lübeck heraus. Für die Heeren-Ukertsche Staatengeschichte schrieb er die »Geschichte von England« (Hamb. 1834 bis 1837, Bd. 1 u. 2, fortgesetzt von Pauli; engl. von Thorpe, 1845 u. 1857). Auch um die Geschichte der deutschen Literatur machte er sich durch verschiedene Publikationen verdient, wie: »Reliquien des Fräuleins Susanne Katharina v. Klettenberg« (Hamb. 1849), des Thomas Murner »Ulenspiegel« (Leipz. 1854); die für den Stuttgarter Literarischen Verein besorgten Ausgaben von Laurembergs Scherzgedichten (1861), Paul Flemings lateinischen Gedichten (1863) und dessen deutschen Gedichten (1866). Eine Sammlung »Briefe von und an Klopstock« erschien (Braunschw. 1867) als nachgelassenes Werk. Vgl. E. H. Meyer, Johann Martin L. (Hamb. 1867).
2630 Zeichen · 48 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    lappenbergm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    lappenberg , m. ort wo der unrat einer stadt, lumpen, bauschutt, kehricht aufgeschüttet wird. in verschiedenen städten, …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lappenberg

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Lappenberg , Johann Martin, geb. 1794 zu Hamburg, seit 1823 Archivar im hamburg. Senate, deutscher Geschichtsforscher. W…

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Zerlegung von lappenberg 2 Komponenten

lappen+berg

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lappenberg‑ als Erstglied (1 von 1)

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Cotta, M. (2026). „lappenberg". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/lappenberg/meyers
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Cotta, Marcel. „lappenberg". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/lappenberg/meyers. Abgerufen 8. May 2026.
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Cotta, Marcel. „lappenberg". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/lappenberg/meyers.
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