lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Läffeln

nur nhd. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
2 in 2 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Läffeln

Bd. 2, Sp. 1867
Läffeln, verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, und im Oberdeutschen üblicher ist, als im Hochdeutschen, einer Person andern Geschlechts seine Liebe bezeigen, und in engerer Bedeutung, unverschämt bey dem andern Geschlechte seyn, seine Liebe oder vielmehr Lüsternheit durch unanständige Bezeigungen und besonders durch dreistes Küssen, an den Tag legen; im gemeinen Leben der Hochdeutschen caressiren. Bey einem Frauenzimmer läffeln, als ein Neutrum. Ein Frauenzimmer läffeln, als ein Activum.[] Einer Person etwas abläffeln, durch dreiste Caressen von ihr erhalten. Sich bey ihr einläffeln, u. s. f. Daher die Ableitungen läffelhaft, ein Läffler, eine Läfflerinn, die Läffeley, ein Läffelwinkel, das Läffelgäßchen, der Läffelmarkt u. s. f. welche insgesammt im Oberdeutschen am bekanntesten sind, und daselbst am häufigsten im verächtlichen, zuweilen aber auch im gleichgültigen Verstande gebraucht werden. Anm. Viele schreiben dieses Wort ohne allen Grund löffeln. Andere leiten es von dem vorigen Laffe ab, und erklären es durch, sich laffenmäßig bezeigen. Allein, da es nur allein von Bezeigungen seiner Liebe gegen das andere Geschlecht, und hier im Oberdeutschen oft im unschuldigen Verstande gebraucht wird, so scheinet es vielmehr von lieb, Nieders. leef, und Liebe, Nieders. Leefe, abzustammen, zumahl da Logau liebeln im ähnlichen Verstande gebraucht. Billig sollte man es daher leffeln schreiben, weil ie und e häufiger in einander übergehen als ie und ä.
1507 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Läffeln

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Läffeln , verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, und im Oberdeutschen üblicher…

Verweisungsnetz

8 Knoten, 6 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 6 Sackgasse 1

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laeffeln

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von laeffeln 2 Komponenten

laeff+eln

laeffeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — laeffeln kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „laeffeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/laeffeln/adelung?formid=L00079
MLA
Cotta, Marcel. „laeffeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/laeffeln/adelung?formid=L00079. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „laeffeln". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/laeffeln/adelung?formid=L00079.
BibTeX
@misc{lautwandel_laeffeln_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„laeffeln"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/laeffeln/adelung?formid=L00079},
  urldate      = {2026-05-19},
}