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Labĭaten

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Labĭaten

Bd. 12, Sp. 6
Labĭaten (Lippenblumen, Lippenblütler), dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Nuculiferen unter den Sympetalen, meist ausdauernde Kräuter und Halbsträucher, selten Bäume, von sehr übereinstimmendem Habitus. Die Stengel und Äste sind meist vierkantig, die dekussiert gegenständigen, seltener quirlständigen Blätter sind ungeteilt, fiedernervig, ohne Nebenblätter. Die Laubblätter gehen allmählich in die Deckblätter der Blütenstände über. Diese stehen in der Achsel eines Hochblattes und stellen ein bald wenig-, bald reichblütiges, oft auch zu Scheinquirlen zusammengezogenes Dichasium dar. Die Blüten (Fig. 1 u. 2) sind zwitterig und zygomorph, lippenförmig. Der bleibende Kelch ist verwachsen blätterig, meist trichterförmig, am Saum entweder regelmäßig fünfzähnig oder mehr oder weniger zweilippig. Die abfallende Korolle bildet eine mehr oder weniger lange Röhre, die sich oben rachenförmig erweitert und in den meist ausgeprägt zweilippigen Saum übergeht. Die Oberlippe besteht aus den zwei verwachsenen hintern Blumenblättern; die abstehende oder herabgeschlagene, meist dreiteilige Unterlippe wird von den drei vordern Blumenblättern gebildet. Von den fünf Staubgefäßen schlägt stets das hinterste fehl, und die vier vorhandenen sind meist zweimächtig, indem gewöhnlich die beiden vordern, seltener die beiden seitlichen länger sind; bisweilen sind auch die letztern zu Staminodien verkümmert oder völlig fehlgeschlagen. Die Filamente sind in der Röhre der Korolle inseriert, lang fadenförmig und liegen einander parallel unter der Oberlippe, oder ragen abstehend aus der Blume hervor. Der oberständige Fruchtknoten wird aus zwei Fruchtblättern gebildet und zerlegt sich durch Einschnürung vom Rücken her in vier einsamige Klausen; zwischen diesen erhebt sich ein einfacher, ihren Grund verbindender Griffel, der an der Spitze in zwei Narbenschenkel gespalten ist. Jede Klause enthält eine einzige aufrechte, anatrope Samenanlage. Die Frucht besteht aus vier von dem stehen bleibenden Kelch umgebenen, einsamigen Nüßchen. Der Same enthält innerhalb eines spärlichen fleischigen Nährgewebes einen geraden Embryo mit sehr kurzem, nach abwärts gerichtetem Würzelchen. Die Familie zählt an 2600 Arten; sie sind fast über die ganze Erde verbreitet, am häufigsten jedoch auf der nördlichen Halbkugel, besonders der Alten Welt, zumal im Mittelmeergebiet; von den kalten Klimaten sind sie fast gänzlich ausgeschlossen. Es sind meist aromatisch riechende Pflanzen mit ätherischem Öl, viele werden als Arzneimittel oder Küchenpflanzen benutzt. Pogostemon Patschouly aus China liefert ein Parfüm. Die L. werden in die Unterfamilien der Ajugoideen (Ajuga, Teucrium, Rosmarinus), Skutellarioideen (Scutellaria), Lavandeloideen (Lavandula), Stachydoideen (Brunella, Lamium, Stachys, Marrubium, Nepeta, Salvia, Melissa, Satureja, Origanum, Thymus, Mentha) und Ocimoideen (Ocimum) nebst einigen andern ausländischen Gruppen eingeteilt.
2945 Zeichen · 21 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Labiaten

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Labiaten , in der Botanik die Lippenblütigen ( Labiatae), natürliche Familie, meist mit 4eckigem Stengel, gegenüberstehe…

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Zerlegung von labiaten 2 Komponenten

labi+aten

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Cotta, M. (2026). „labiaten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/labiaten/meyers
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Cotta, Marcel. „labiaten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/labiaten/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „labiaten". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/labiaten/meyers.
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