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kölnisch

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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7 in 6 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

kölnisch

Bd. 4, Sp. 1141
kölnisch kęltš, –e-, –- [Klevld klts]: von Köln stammend. 1. Adj.; besondere Verb. k.ə Bor (Bauer) un Jungfer Wappenhalter des K. Wappens; k.ə Bor weiss u. rot gestreifte Nelkenart; k.ə Funke Stadtsoldaten (im Karnevalszuge); k.ə Bürger werde verhaftet werden Köln-Stdt; k.ə Peferlecker Neckn. derer von Köln u. vom ehemaligen Kurköln; k.ə Rabau (Klut); k.ə Drickes Spitzn. des Kölners (et k.ə Drickestum das eigene k. Wesen); k.ə Muff dass. Aach, Waldbr; k.ə Schnakefänger; ene echte k.ə Geck (Fastelovendsgeck, Flabbes, Flöpp); e k. Flitschche (Flüppche) Kölnerin leichtlebiger Art; et k.ə Hännes-che Puppentheater; k.ə Klöngel Machenschaften; k. Wasser Schlagwasser, eau de Cologne; k. Bier obergäriges B. (k. Wiss); e k. Göbbelche Weck mit kleiner eingebackener Tonpfeife, ein Mitbringsel; k.ə Erd Braunkohle; k. Pongd (Pfd.), 1 Ztr. = 110 k.ə P.; k. Rute Längenmass; k. Viəl (Viertel) Mengenmass Gummb; k.ə Zeidong; he hät de k. Z. an der Botz herushange; he dräht de k. Z. hat den Hemdzipfel aus der zerrissenen Hose hängen Rip, Nfrk; do flög der k.ə Fahn der Hemdenzipfel aus der Hose Bergh-Kirchherten; de k.ə F. flastert Dür; k.ə Strek harmlose Streiche Geld-Leuth; k.ə Schottesch Tanzart Ahrw-Löhnd (k.ə Ländler Köln-Stdt); en k.ən Wösch haulen oberflächlich schrubben Wermelsk, Barm; en k.ən Wösch maken (duəhn) eben drüber wischen, schnell fertig sein, oberflächlich arbeiten Gummb-Berghsn; k.ə Gummi (Büvvet) mache über losgelöste Eisschollen laufen Bergh-Buir; e k. Johr mache vorzeitig (nach 6 Wochen) den Dienst verlassen, vom Gesinde, von Lehrlingen Rip, Berg, SNfrk (sess Weəken es e k. J. Geld-Leuth); e k. Gebott dohn auf eine Sache die Hälfte des Preises bieten, bes. bei Landverkäufen Eusk, Köln, Aach, Kref-Osterath; de k.ə Guguck wise (weisen) ein Kind am Kopfe in die Höhe heben Siegld-Buschhütten; k.ə Hecke die Grenze von Kurköln, Siegld-Freudenbg; de k.ə Kar ein altes Haus an der Landstrasse Geldern-Kevelaer, von wo aus früher die Fussprozessionen nach Kevelaer direkt auf den Kreuzbaum zogen Geld-Schravelen. RA.: E es e Kerl wie ne k.ə Drickes Dür. De grengk (grinst) wie der k.ə Gabbeck (s. bei gappen) Dür. Halt fas am Rich, do k.ə Bor, et falle söss of falle sor (sauer)! Kölner Wahlspruch. De K.ə Mädsches hant Bockse (Hosen) an, met henge (hinten) on füəre e Döreke (Türchen) dran Heinsb-Dremmen; K.ə Mädcher ha Botzen an; alles ist vergebens, se kreie kene Mann Schleid-Marmag. Ech wullt, de K.ə Dom, dat wöər en Botterramm, de K.ə Rhing, dat wöər Schabau Grevbr. K. hondert äs bergesch dausent die Bergischen renommieren gern Neuw-Asb. Et mosse sebbenonsebbezig Märzebise lans de K.ə Dom gohn Eusk. De K.ə Gottsdrach (Fronleichnamsprozession), de Andernacher Geissemart on et Donderwedder gohn üvver all Beschrivong (sen net ze beschrive) Eusk-Billig. Dat es en k.ə Reis eine weite, schwierige Reise; et es gen k. R. Klev, Geld. Rubbedubbe dupp, die k. Zupp (Suppe), der Tambur hät e jen Bocks (Hose) gepuppt! Nachahmung des Trommelschlages Heinsb-Roerkempen, — 2. subst. a. der Kölsche der Kölner u. Bewohner des ehemaligen Kurköln. RA.: Su drücklich (gutherzig) wie ne K.ə Dür. Wir maken et we de K.ən on loten et renen (regnen) Wermelsk. Rene, r. (regne) düchtig, dann weərden de K.ən schüchtig (scheu) singen die Kinder beim Mairegen Waldbr-Hermesd. — Dazu et K.ə ehemals kurkölnisches Land, z. B. das Sauerland (auch et Kölschlangd Gummb), der kurk. Teil des Westerwaldes; en et K.ə gohn. — b. sachl. α. e Glas K. n. obergäriges Bier Allg. — β. -e- f. ein buntgewürfeltes Gewebe, bei welchem der Zettel blaue oder rote Baumwolle u. der Einschlag gesponnener Flachs (Hanf) war, zu Kissenbezügen, an der Schauseite zum Zimmer mit schöner Kreuzstichnäherei; auch Überzug eines Federbettes (veralt.) Wend, Saarbr, Saarl (Berus -i-); daher die Wend.: Er isch kelscheblo im Gesicht blau erfroren Saarbr-Auersmacher. — γ. --, Pl. -ltšə(n) m. Steinklicker Verbr. nach Wk. IV 22 in Malm-Vith, Bo-Godesbg, Dür-Stdt, Jül-Linnich Roerd Tetz, Erk-Körrenz Rurich Baal, Heinsb-Stdt-Aphv Dremmen Pütt Kirchhv Horst Karken Bocket Vinn Wassenbg Waldenr, MGladb-Viersen, Kemp-Dülken Hüls Lobberich UWeiden Breyell STönis Stdt, Kref, Geld-Leuth Hinsbeck, Mörs-Utfort; K.ə helle (spielen); Zs. k.əbül (-beutel); K.əpärk schete aus einem Kreis die Kl. schiessen; dazu das Zeitw. kltšə klickern [Heinsb-Haaren hat klt, Pl. -tə]. — δ. ein Klickersp., wobei der Spieler eine Anzahl Kl. (zu gleichen Teilen von ihm u. dem Partner gestellt) in eine Kaule stuckt (s. d.); rollen die Kl. in ungerader Zahl hinein, so hat der Werfer alle gewonnen, im andern Falle der Partner MülhRh. — ε. Papierdrache mit rückwärts gebogenen Bügeln Kref-Stdt. — ζ. sing Kölschen mache lügen, schwindeln Bo-Stdt.
4774 Zeichen · 142 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kölnischadj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    kölnisch adj. kölnisch Freid. 2 171,9 ( var. köllisch, kolsch). kolnischer polster Germ. 16,76. kollischer barchant Wein…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kölnisch

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kölner , kölnhof , s. kelnhof . kölnisch , s. kölsch .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    kölnisch

    Goethe-Wörterbuch

    kölnisch ‘cöl(l)n-’, ‘kölln-’; häufig Großschr ‘K-e Erde’ Kölner Erde, altes Farbpigment aus manganhaltiger Braunkohle, …

  4. modern
    Dialekt
    Kölnisch

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

     Kölnisch , kölnisch s. Kölsch , kölsch(en);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit koelnisch

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von koelnisch

koeln + -isch

koelnisch leitet sich vom Lemma koeln ab mit Suffix -isch.

koelnisch‑ als Erstglied (16 von 16)

Kölnische Erde

Meyers

koelnisch·e·erde

Kölnische Erde , weißer Ton aus der Kölner Gegend, dient zu Wasserfarben etc.; auch soviel wie Umbra.

Kölnische Mark

Meyers

koelnisch·e·mark

Kölnische Mark , die Einheit des deutschen Münzgewichts bis 1857, eingeteilt in 8 Unzen zu 2 Lot von 4 Quentchen zu je 4 Pfennig = 4020 As o…

Kölnischer Krieg

Meyers

koelnisch·er·krieg

Kölnischer Krieg , Bezeichnung für den nach dem Übertritt des Kölner Erzbischofs Gebhard (s. Gebhard 3) zum Calvinismus zwischen ihm und dem…

Kölnische Zeitung

Meyers

koelnisch·e·zeitung

Kölnische Zeitung , dreimal täglich (Montags zwei-, Sonntags einmal) in Köln erscheinende politische Zeitung, die durch die Schnelligkeit ih…

kölnisch(und)blau

ElsWB

köl ni sch(und)blau [khèlp. Heidw. Hi. M. ; χèl- Fisl. ; χèlə- Pfetterhsn. Henfli. ; khæla- Su. Co. ; khèlə- Hlkr. Illk. Tieffenb. ; kh…

Kölnisch Wasser

PfWB

koelnisch·wasser

Kölnisch Wasser n. : wie schd., Kelnisch Wasseʳ [verbr.]; verwendet auch zur Förderung des Haarwachstums [ LU-Alsh ], als Mittel gegen Ohnma…