Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
köhlerglaube m.
köhlerglaube , m. unbedingter kirchenglaube, besonders beim gemeinen manne: der köhler-glaube. was die kirche glauben heist, soll man glauben ohne wanken. also darf ( braucht ) man weder geist, weder sinnen noch gedanken. Logau 3, 2, 85 ; es fehlt mir an köhlerglauben, und was gäbe ich drum wenn ich beten könnte. Merck an Göthe 1788 , briefs. 3, 280. Auch auf andere kreise übertragen, wie köhlerglaube in der wissenschaft, nach Karl Vogts 'köhlerglaube und wissenschaft' 1855, worauf Braubach antwortete mit 'köhlerunglaube und materialismus'. letzteres schon bei Lavater : es gibt einen köhlerung…