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knubbeln

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

knubbeln

Bd. 4, Sp. 1017
knubbeln das Zeitw. ist n. der bei Knubbel angegebenen rip. Süd-L. allg. (südl. davon ganz vereinzelt), die Lautung richtet sich z. T. nach Knubbel 1 a, b, z. T. nach Kn. 2 a ε (Hände), im einzelnen ist dies angegeben schw.: 1. trans. a. etwas kn. α. lautend wie Kn. 1 a, b, etwas ballen, zusammenballen; de Strömp sen geknubbelt, zesammegekn. unregelmässig dicht gestopft oder gestrickt; dat ös net geplög (gepflügt), dat ös so jet geknubbelt uneben gepflügt; du bügels jo net, du knubbels der jet do zerech bügelst ungleich; Gegenstände zusammenknüllend unordentlich zusammenpacken oder in einen Behälter pressen, dass sie einen Knäuel bilden; knubbel dat Garn (Doch) net su; häs du dat Strüh su geknubbelt; wat häste deng Hor zu geknubbelt; he hät dat Kled op enen Hof geknubbelt; sie hät sech dat Doch (Halstuch) öm de Hals geknubbelt; en Kled onörndlech en de Kes kn.; he wird net drengeknubbelt, he wird zəirsch örndlech gefalt (gefalten); jet herenkn. hereinpressen; jet dertösche kn.; jet zesammekn. dazwischenpressen Allg. n. der o. angegebenen L. [LRip, SNfrk, Klevld vielfach -uv-, –uw- Schleid-Reifferschd, Bergh-Bedbg, Dür-Gürzenich, Aach allg., Grevbr-Frimmersd, Heinsb-Millen Wassenbg, Klev-Mehr, Rees-Brünen]; -ob- etwas festbinden Siegld-Weidenau; met der knob belnden Fust schloəhn mit der geballten Faust Wippf-Stdt. — β. -uw- einen Säugling weckele on kn. wickeln Kobl-Neuend. — γ. -yb-, de Botter kn. dick auftragen Sieg-Dahlbr; -ub- Sieg. — δ. -ub- grüne Stangenbohnen kn., in Würfeln brechen für die Suppe der Knubbelbunnen Sieg. — ε. etwas ungeschickt in den Händen herumdrehen, mit Fäusten knetend bearbeiten, mit der Hand zusammendrücken, zerdrücken, es zerknittern, zerknüllen, von Stoff, Papier, u. zwar -ub- Mörs, Geld, Ess-Borbeck, Kemp-Süchteln, Rip, Berg; -ob- Mörs-Rumeln; -uw-, –uv- Rees, Geld-Pont Straelen Kevelaer Walbeck Nieukerk Wachtendonk, Klev-Calcar Cranenbg Mehr, Rees-Brünen, Wesel, Mettm-Langenbg, Elbf, Schleid-Reifferschd, Sieg-Honnef, Eusk-Friesh, Bergh-Bedbg, Dür, Jül-Flossd Stdt, Eup, Aach, Erckörrenz Gerderath Glimb, Heinsb-Effeld Wassenbg, Kemp-Annern SAnton Lobberich, MGladb-Rheind, Grevbr-Frimmersd; -ūv- Kref, Kemp, Heinsb, Geilk-Grotenr; -ūw- Geld-Weeze; -yw- Lennep; dat muss de nit so kn.; dou moss deə Schnuffdouk (Schnupftuch) fin e gen Vouwe (Falten) loəte en em neit glik kn. Eup, Allg.; der Jong knubbelte an der Mötze (sin M.) (vor Verlegenheit) Gummb, Allg.; etwas ineinkn. ineinanderdrücken Mörs, Allg. RA.: Eine de Fus (Faust) kn. einen bestechen Eup. — ζ. etwas betasten, an etwas herumfummeln, knutschen ebd. in gleicher Lautung. — η. -ub- mit Fingern an etwas tätig sein, um nach u. nach einen Knoten zu lösen oder etwas abzulösen MülhRuhr, Sieg-Ägid; -uw-, –ūw- vertieft sein in der Herstellung von etwas Saarbr; -yv- basteln Malm-NEmmels; -ūw- Siegld; -ow- Mörs-Vennickel; -uw- tüfteln, ersinnen, ausklügeln, meist auskn. Kreuzn-Dhaun Gebr, Altk-Bachenbg; -ub- Kobl, Waldbr-Geilenkausen, Gummb-Bergneustdt; -yv- Dür-Langerwehe. — θ. schlecht, nachlässig arbeiten; du knubbels der do jet zerech, loss doch de Hänn dervan, wannste't net kanns; de knubbelt su jet für sech, et ös nüs Rares, wat e mach Allg. n. der angegebenen L.; -ūw- langsam, faul, träge arbeiten Siegld-Helberghsn Unglinghsn Obersd Hilchenb. — ι. -uw-, an etwas kn., knabbern, knuspern, schnuppernd beissen Altk-Betzd; -ub- Wippf, uWupp, Klev; -ob- Erk-NKrüchten. — κ. -ub- Obst stehlen Siegld-Weidenau. — b. einen kn. α. betasten, in Liebe knutschen, an einem fummeln Verbr. wie kn. 1 a ε. — β. -ub- kneifen, dabei eine grössere Körperfläche bearbeitend als beim Knipen, wenn man etwa einen mit beiden Händen am Arm fasst u. diesen drückt; einen prügeln, mit Fäusten bearbeiten, hinterlistig knuffen; de es mech emmer am kn. Kemp, Erk, Heinsb, MGladb Klev-Stdt, Dinsl; -uv- Kref, Grevbr-Otzenr; die send sech der ganze Dag am kn. (stossen, zanken sich), die könne net lansen (langseinander) komme MGladb. RA.: Ech hubbel dech, ech knubbel dech, diesen Ovend spräng ech op dech Floh oder Bett Heinsb. — γ. -ub- mit Schneeballen werfen Erk-Vossem; -ob- Wippf-Unterf. — 2. intrans. a. et knubbelt (on dubbelt) vo Löck (Leuten) es wimmelt von Menschen Schleid-Hellenth. — b. -ub-, –uw- usf. wie Knubbel 1 a, b, sech kn., sich zu Ballen bilden; Mehl, feuchter Zement, Blut, Bettstroh, alte Steppdecken, Matratzeneinlagen kn. sech Allg. n. der angegebenen L. — c. -ūv- Falten bilden; dat Duk (Tuch) knuvelt Kemp, Geld-Walbeck Straelen; -ūə- Geilk-Grotenr. — d. -uw-, se kn. zesamme wenn mehrere Personen zur Erreichung eines Zweckes zusammenkommen, arbeiten, auch in geschlechtl. Sinne Ahrw-Sinzig. — e. -ub- herabkollern, vom Obst Siegld-Siegen. — Abl.: die Knubbelerei, dat Geknubbels, der Knubbeler, knubbelig sich gerne zusammenballend, knubbelnd arbeitend, [knuwelig esse langsam essen Siegld-Hilchenb].
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    Rheinisches Wb.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knubbeln

4 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

knubbeln‑ als Erstglied (1 von 1)

Knubbelnase

RhWB

knubbel·nase

Knubbel-nase (s. S.) -əlts- u. -əl- Allg. f.: verächtl. dicke, unförmliche N.

Ableitungen von knubbeln (3 von 3)

beknubbeln

RhWB

be-knubbeln: etwas b., mit den Knubbeln (Händen) betasten u. es verschmieren Dür-Winden .

verknubbeln

RhWB

ver-knubbeln: 1. etwas v., verknittern Verbr. wie kn. 1 a ε; -ow- etwas verbeulen Waldbr-Lüsbg . — 2. einen v., verhauen Düss-Stdt .

zerknubbeln

RhWB

zer-knubbeln: etwas z., zerknittern, ballend verunstalten Allg.