knubbeln das Zeitw. ist
n. der bei Knubbel angegebenen rip. Süd-L. allg. (südl. davon ganz vereinzelt), die Lautung richtet sich z. T. nach Knubbel 1 a, b, z. T. nach Kn. 2 a ε (Hände), im einzelnen ist dies angegeben
schw.: 1. trans. a. etwas kn. α. lautend wie Kn. 1 a, b, etwas ballen, zusammenballen;
de Strömp sen geknubbelt, zesammegekn. unregelmässig dicht gestopft oder gestrickt;
dat ös net geplög (gepflügt),
dat ös so jet geknubbelt uneben gepflügt;
du bügels jo net, du knubbels der jet do zerech bügelst ungleich; Gegenstände zusammenknüllend unordentlich zusammenpacken oder in einen Behälter pressen, dass sie einen Knäuel bilden;
knubbel dat Garn (Doch) net su; häs du dat Strüh su geknubbelt; wat häste deng Hor zu geknubbelt; he hät dat Kled op enen Hof geknubbelt; sie hät sech dat Doch (Halstuch)
öm de Hals geknubbelt; en Kled onörndlech en de Kes kn.; he wird net drengeknubbelt, he wird zəirsch örndlech gefalt (gefalten);
jet herenkn. hereinpressen;
jet dertösche kn.; jet zesammekn. dazwischenpressen Allg.
n. der o. angegebenen L. [LRip, SNfrk, Klevld vielfach
-uv-, –uw- Schleid-Reifferschd, Bergh-Bedbg, Dür-Gürzenich, Aach allg., Grevbr-Frimmersd, Heinsb-Millen Wassenbg, Klev-Mehr, Rees-Brünen];
-ob- etwas festbinden Siegld-Weidenau;
met der knob belnden Fust schloəhn mit der geballten Faust Wippf-Stdt. — β.
-uw- einen Säugling
weckele on kn. wickeln Kobl-Neuend. — γ.
-yb-, de Botter kn. dick auftragen Sieg-Dahlbr;
-ub- Sieg. — δ.
-ub- grüne Stangenbohnen kn., in Würfeln brechen für die Suppe der
Knubbelbunnen Sieg. — ε. etwas ungeschickt in den Händen herumdrehen, mit Fäusten knetend bearbeiten, mit der Hand zusammendrücken, zerdrücken, es zerknittern, zerknüllen, von Stoff, Papier, u. zwar
-ub- Mörs, Geld, Ess-Borbeck, Kemp-Süchteln, Rip, Berg;
-ob- Mörs-Rumeln;
-uw-, –uv- Rees, Geld-Pont Straelen Kevelaer Walbeck Nieukerk Wachtendonk, Klev-Calcar Cranenbg Mehr, Rees-Brünen, Wesel, Mettm-Langenbg, Elbf, Schleid-Reifferschd, Sieg-Honnef, Eusk-Friesh, Bergh-Bedbg, Dür, Jül-Flossd Stdt, Eup, Aach, Erckörrenz Gerderath Glimb, Heinsb-Effeld Wassenbg, Kemp-Annern SAnton Lobberich, MGladb-Rheind, Grevbr-Frimmersd;
-ūv- Kref, Kemp, Heinsb, Geilk-Grotenr;
-ūw- Geld-Weeze;
-yw- Lennep;
dat muss de nit so kn.; dou moss deə Schnuffdouk (Schnupftuch)
fin e gen Vouwe (Falten)
loəte en em neit glik kn. Eup, Allg.;
der Jong knubbelte an der Mötze (sin M.) (vor Verlegenheit) Gummb, Allg.; etwas
ineinkn. ineinanderdrücken Mörs, Allg. RA.:
Eine de Fus (Faust)
kn. einen bestechen Eup. — ζ. etwas betasten, an etwas herumfummeln, knutschen
ebd. in gleicher Lautung. — η.
-ub- mit Fingern an etwas tätig sein, um nach u. nach einen Knoten zu lösen oder etwas abzulösen MülhRuhr, Sieg-Ägid;
-uw-, –ūw- vertieft sein in der Herstellung von etwas Saarbr;
-yv- basteln Malm-NEmmels;
-ūw- Siegld;
-ow- Mörs-Vennickel;
-uw- tüfteln, ersinnen, ausklügeln, meist
auskn. Kreuzn-Dhaun Gebr, Altk-Bachenbg;
-ub- Kobl, Waldbr-Geilenkausen, Gummb-Bergneustdt;
-yv- Dür-Langerwehe. — θ. schlecht, nachlässig arbeiten;
du knubbels der do jet zerech, loss doch de Hänn dervan, wannste't net kanns; de knubbelt su jet für sech, et ös nüs Rares, wat e mach Allg.
n. der angegebenen L.;
-ūw- langsam, faul, träge arbeiten Siegld-Helberghsn Unglinghsn Obersd Hilchenb. — ι.
-uw-, an etwas kn., knabbern, knuspern, schnuppernd beissen Altk-Betzd;
-ub- Wippf, uWupp, Klev;
-ob- Erk-NKrüchten. — κ.
-ub- Obst stehlen Siegld-Weidenau. — b. einen kn. α. betasten, in Liebe knutschen, an einem fummeln Verbr. wie kn. 1 a ε. — β.
-ub- kneifen, dabei eine grössere Körperfläche bearbeitend als beim
Knipen, wenn man etwa einen mit beiden Händen am Arm fasst u. diesen drückt; einen prügeln, mit Fäusten bearbeiten, hinterlistig knuffen;
de es mech emmer am kn. Kemp, Erk, Heinsb, MGladb Klev-Stdt, Dinsl;
-uv- Kref, Grevbr-Otzenr;
die send sech der ganze Dag am kn. (stossen, zanken sich),
die könne net lansen (langseinander)
komme MGladb. RA.:
Ech hubbel dech, ech knubbel dech, diesen Ovend spräng ech op dech Floh oder Bett Heinsb. — γ.
-ub- mit Schneeballen werfen Erk-Vossem;
-ob- Wippf-Unterf. — 2. intrans. a.
et knubbelt (
on dubbelt)
vo Löck (Leuten) es wimmelt von Menschen Schleid-Hellenth. — b.
-ub-, –uw- usf. wie Knubbel 1 a, b,
sech kn., sich zu Ballen bilden; Mehl, feuchter Zement, Blut, Bettstroh, alte Steppdecken, Matratzeneinlagen
kn. sech Allg.
n. der angegebenen L. — c.
-ūv- Falten bilden;
dat Duk (Tuch)
knuvelt Kemp, Geld-Walbeck Straelen;
-ūə- Geilk-Grotenr. —
d. -uw-, se kn. zesamme wenn mehrere Personen zur Erreichung eines Zweckes zusammenkommen, arbeiten, auch in geschlechtl. Sinne Ahrw-Sinzig. — e.
-ub- herabkollern, vom Obst Siegld-Siegen. — Abl.:
die Knubbelerei, dat Geknubbels, der Knubbeler, knubbelig sich gerne zusammenballend, knubbelnd arbeitend, [
knuwelig esse langsam essen Siegld-Hilchenb].