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knauben

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

knauben

Bd. 4, Sp. 877
knauben das Wort tritt zunächst strichweise als -ǫ·u.w- in Ottw-Rappw (-ǫuw-), Trier-Kenn, Wittl-Eisenschmitt Meerf Cröv, Bernk-Neumag, Koch-Greimersbg Lutzerath Müllenb, Bitb-SThomas Geichl Dudeld, Prüm-Steffeln, Daun fast allg., May-Kollig Küttig Mörz, Aden, Ahrw (im Diphthongierungsgeb.) [-·y.w- Kobl-Kettig; -ouf- Bitb-Dudeld SThomas, Wittl-Monzel, Bernk-Neumag, Prüm-Leidenborn; -oub- Wittl-Reil] auf; dann als -ū:v- geschlossen n. der Diphthongierungs-L. lrhn. bis Geilk-Üb, Heinsb-Erpen Wassenbg, Erk-Elmpt, MGladb-Odenk Kleinenbr, Grevbr-Wickr Elfgen Hochneuk, Neuss, Kref-Stdt; rrhn. n. einschl. der alten berg. Süd-Grenze u. dem Wildenburgischen (Altk) bis Düss, Mettm, Wermelsk, Remschd, Wippf-Bechen Biesf (Gummb nicht bezeugt, dafür knuffen); in der Bed. unterscheiden sich die mosfrk. Belege von den andern dadurch, dass sie keine übertr. Bed. entwickeln schw.: 1.a. etwas, einen, sich kn., scharf, fest anstossen, quetschen, zerbeulen; ech hommer de Stir (Stirne) geknauft Mosfrk (s. o.). — b. einen kn., heimlich, in böser Absicht, zänkisch stossen, drücken; knuf dat Kengk (Kind) net su; ech han düchteg drengeknuf dreingehauen Allg. sonst; die Hand zur Faust ballen; mit geballter Faust (geknufte Fust) schlagen oder stossen Sol, Barm; übertr. verächtl. schreiben Wermelsk; knüvəs der net! Zuruf beim Klickersp., wonach der Angerufene von der Stelle aus schnellen muss, wo sein Klicker liegt Jül-Inden. — c. einen derb (an sich) drücken, liebkosen, knutschen, bes. ein Mädchen, heimlich tun mit Weibern; ech moss dech es (einmal) kn., du meng lef Schnügges-che; an em Mädche herömkn.; ech han dech su gern, ech moss dech es an mech kn. drücken; sech an enen herankn. sich liebkosend, schmeichelnd an einen herandrücken, anschmiegen Verbr. wie 1 b. — d. etwas kn., möglichst festreiben, kneten, stampfen; wemmer Stivvele schmeərt, muss mer den Tron warm machen on se dann düchteg kn., dat se wech weəre Sol-Burschd, Sieg; die Augen, die Nase kn., reiben; de Aue kn. bei Schlafsucht; wat e knuf; wat e sech de Aue knuf; de Jong hät Wörm, he knuf sech emmer de Nas ebd.; sich kn., sich kratzen Aden-Weibern. — e. etwas in etwas kn., hereindrücken, pressen; knuf se gehüreg, dann geht et dren; wannste dat net gehüreg erenknufs (dren-), krigste de Deckel net zo Allg. — f. schlecht, mühsam, mit stumpfem Messer oder ohne Fertigkeit schneiden; knauf net esu um (am) Brout erom! Trier-Kenn. — g. mit vollen Backen langsam kauen Remschd, Rees. — 2. mehr übertr. a. etwas, an etwas kn., herömkn. herumtasten, fühlen, herumstochern; in etwas herömkn. herumwühlen Allg. (nicht Mosfrk). — b. mit Überlegung an etwas arbeiten; kleine Geduldarbeiten verrichten, die Geschick u. Überlegung fordern (oft auch mehr verächtl. solche Arbeiten unnötiger Weise, spielerisch, Zeit u. Geld verschwendend verrichten; an einer Arbeit lange herummachen, sich mit einer Arbeit lange u. zögernd befassen; ungeschickt arbeiten; de knuf su lang dran eröm, bös et kapot ös), zerbrochene Gegenstände kunstgerecht wieder herstellen, ohne handwerksmässige Vorbildung; wat knufs de do, brengste't och ferdeg; do krigste jet dran ze kn.; he knuf su lang dran, bös he et erus hät; de hät Spass am kn.; de kann alles zesammekn. flicken ebd. [-ȳ:v- Köln-Müngersd; -ȳ·ə.vələ Köln-Bachem]. RA.: Et gingken drei Duve (Tauben) an ene Berg kn. (still für sich arbeiten); die en wönsch, dat et Dag wöər; de ander, dat et Nach wöər; der drette wor et glichevell Sonne, Mond, Wind Sieg-ODollend. — Etwas hinkn. unsanft zu Boden werfen Koch-Greimersbg; etwas zesammekn. zusammenscharren, erwerben, sparen Wippf-Bechen; kn. in den Gärten grasen Rheinb-NKastenholz. — c. tüfteln, ausspionieren; he hät dat erusgeknuf (mehr uskn.) ebd. Allg. (nicht Mosfrk). — d. seine Unzufriedenheit ausdrücken Kref. — Abl.: die Knuverei (auch Gedränge), dat Geknuf(s), sech zerkn.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Dialekt
    knauben

    Rheinisches Wb.

    knauben das Wort tritt zunächst strichweise als -ǫ·u.w- in Ottw-Rappw ( -ǫuw- ), Trier-Kenn , Wittl-Eisenschmitt Meerf C…

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Ableitungen von knauben (3 von 3)

beknauben

RhWB

be-knauben: 1. etwas b. a. tastend untersuchen Rip. — b. überlegen Rip. — 2. einen b., durch süsse Worte günstig stimmen MGladb-Rheind .

verknauben

RhWB

ver-knauben: 1. etwas v. a. zerstossen, zerquetschen, verbeulen Bitb-Dudeld , Bernk-Neumag , Daun , Sieg-Ägid , MGladb ; etwas liederlich in…

zerknauben

RhWB

zer-knauben: 1. etwas z., zerdrücken Bitb , Rip. — 2. einen, sich z., zerpuffen.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „knauben". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knauben/rhwb?formid=K09370
MLA
Cotta, Marcel. „knauben". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knauben/rhwb?formid=K09370. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „knauben". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knauben/rhwb?formid=K09370.
BibTeX
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