knauben das Wort tritt zunächst strichweise als
-ǫ·u.w- in Ottw-Rappw (
-ǫuw-), Trier-Kenn, Wittl-Eisenschmitt Meerf Cröv, Bernk-Neumag, Koch-Greimersbg Lutzerath Müllenb, Bitb-SThomas Geichl Dudeld, Prüm-Steffeln, Daun fast allg., May-Kollig Küttig Mörz, Aden, Ahrw (im Diphthongierungsgeb.) [
-·y.w- Kobl-Kettig;
-ouf- Bitb-Dudeld SThomas, Wittl-Monzel, Bernk-Neumag, Prüm-Leidenborn;
-oub- Wittl-Reil] auf; dann als
-ū:v- geschlossen
n. der Diphthongierungs-L. lrhn. bis Geilk-Üb, Heinsb-Erpen Wassenbg, Erk-Elmpt, MGladb-Odenk Kleinenbr, Grevbr-Wickr Elfgen Hochneuk, Neuss, Kref-Stdt; rrhn.
n. einschl. der alten berg. Süd-Grenze u. dem Wildenburgischen (Altk) bis Düss, Mettm, Wermelsk, Remschd, Wippf-Bechen Biesf (Gummb nicht bezeugt, dafür
knuffen); in der Bed. unterscheiden sich die mosfrk. Belege von den andern dadurch, dass sie keine übertr. Bed. entwickeln
schw.: 1.a. etwas, einen, sich kn., scharf, fest anstossen, quetschen, zerbeulen;
ech hommer de Stir (Stirne)
geknauft Mosfrk (
s. o.). — b. einen kn., heimlich, in böser Absicht, zänkisch stossen, drücken;
knuf dat Kengk (Kind)
net su; ech han düchteg drengeknuf dreingehauen Allg. sonst; die Hand zur Faust ballen; mit geballter Faust
(geknufte Fust) schlagen oder stossen Sol, Barm; übertr. verächtl. schreiben Wermelsk;
knüvəs der net! Zuruf beim Klickersp., wonach der Angerufene von der Stelle aus schnellen muss, wo sein Klicker liegt Jül-Inden. — c. einen derb (an sich) drücken, liebkosen, knutschen, bes. ein Mädchen, heimlich tun mit Weibern;
ech moss dech es (einmal)
kn., du meng lef Schnügges-che; an em Mädche herömkn.; ech han dech su gern, ech moss dech es an mech kn. drücken;
sech an enen herankn. sich liebkosend, schmeichelnd an einen herandrücken, anschmiegen Verbr. wie 1 b. —
d. etwas kn., möglichst festreiben, kneten, stampfen;
wemmer Stivvele schmeərt, muss mer den Tron warm machen on se dann düchteg kn., dat se wech weəre Sol-Burschd, Sieg; die Augen, die Nase kn., reiben;
de Aue kn. bei Schlafsucht;
wat e knuf; wat e sech de Aue knuf; de Jong hät Wörm, he knuf sech emmer de Nas ebd.; sich kn., sich kratzen Aden-Weibern. — e. etwas in etwas kn., hereindrücken, pressen;
knuf se gehüreg, dann geht et dren; wannste dat net gehüreg erenknufs (dren-), krigste de Deckel net zo Allg. —
f. schlecht, mühsam, mit stumpfem Messer oder ohne Fertigkeit schneiden;
knauf net esu um (am)
Brout erom! Trier-Kenn. — g. mit vollen Backen langsam kauen Remschd, Rees. — 2. mehr übertr. a. etwas, an etwas kn.,
herömkn. herumtasten, fühlen, herumstochern; in etwas
herömkn. herumwühlen Allg. (nicht Mosfrk). — b. mit Überlegung an etwas arbeiten; kleine Geduldarbeiten verrichten, die Geschick u. Überlegung fordern (oft auch mehr verächtl. solche Arbeiten unnötiger Weise, spielerisch, Zeit u. Geld verschwendend verrichten; an einer Arbeit lange herummachen, sich mit einer Arbeit lange u. zögernd befassen; ungeschickt arbeiten;
de knuf su lang dran eröm, bös et kapot ös), zerbrochene Gegenstände kunstgerecht wieder herstellen, ohne handwerksmässige Vorbildung;
wat knufs de do, brengste't och ferdeg; do krigste jet dran ze kn.; he knuf su lang dran, bös he et erus hät; de hät Spass am kn.; de kann alles zesammekn. flicken
ebd. [
-ȳ:v- Köln-Müngersd;
-ȳ·ə.vələ Köln-Bachem]. RA.:
Et gingken drei Duve (Tauben)
an ene Berg kn. (still für sich arbeiten);
die en wönsch, dat et Dag wöər; de ander, dat et Nach wöər; der drette wor et glichevell Sonne, Mond, Wind Sieg-ODollend. — Etwas
hinkn. unsanft zu Boden werfen Koch-Greimersbg; etwas
zesammekn. zusammenscharren, erwerben, sparen Wippf-Bechen;
kn. in den Gärten grasen Rheinb-NKastenholz. — c. tüfteln, ausspionieren;
he hät dat erusgeknuf (mehr
uskn.)
ebd. Allg. (nicht Mosfrk). —
d. seine Unzufriedenheit ausdrücken Kref. — Abl.:
die Knuverei (auch Gedränge),
dat Geknuf(s), sech zerkn.