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Klapperschlange

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Klapperschlange

Bd. 11, Sp. 92
Klapperschlange (Crotalus L.), Gattung aus der Familie der Grubenottern (Crotalidae), ausgezeichnet durch den Besitz einer Hornklapper an der Spitze des Schwanzes, die aus höchstens 15–18 dünnen, hornartigen, leicht zusammengedrückten Hohlkegeln besteht, die, in einer Reihe übereinander gestülpt, mit der Spitze nach dem Schwanzende hin gerichtet, gegeneinander beweglich sind und bei Erregung des Tieres rasseln. Über Bildung und Bedeutung dieses Organs ist nichts Sicheres bekannt, jedenfalls scheint es sich erst in höherm Alter der Schlange vollständig auszubilden. Es fällt periodisch oder gelegentlich ab und ergänzt sich dann sehr schnell wieder. Der Kopf ist oben und vorn mit Schildern, der ganze obere Leib mit länglichrunden, gekielten Schuppen, die Unterseite mit breiten Schildern bekleidet; der Hals ist deutlich abgesetzt. Das Giftorgan ist sehr vollkommen entwickelt. Klapperschlangen finden sich in wenigen Arten nur in Amerika. Die gewöhnliche K. (C. Durissus L., s. Tafel »Schlangen II«, Fig. 1), über 1,5 m lang. ist oberseits düster graubraun mit unregelmäßigen, schwarzen Querbinden, unterseits gelblichweiß, schwarz punktiert; Färbung und Zeichnung wechseln außerordentlich ab. Sie bewohnt das westliche Nordamerika nördlich bis zum 46. Grad, war früher sehr häufig, ist aber durch die Kultur stark zurückgedrängt worden. Sie bevorzugt offene Gegenden, denen es nicht an Wasser fehlt, bewohnt die Baue der Präriehunde, Ratten, Uferschwalben, verbirgt sich auch in Mauerrissen, unter Steinen, Reisig etc. Sie ist gegen die Witterung sehr empfindlich, zieht sich im Winter an einen trocknen, geschlossenen Ort zurück und erstarrt. Ihre Bewegungen sind träge und langsam, ungereizt soll sie niemals angreifen, bei der Jagd aber bewegt sie sich sehr schnell, schwimmt auch und klettert. Die Rassel benutzt sie nur in der Erregung, auf der Flucht, aber nicht bei der Jagd. Sie nährt sich von kleinen Säugetieren, Vögeln, Fröschen und soll nach der Mahlzeit Gestank verbreiten. Bei der Begattung im Frühjahr verschlingen sich 20 Klapperschlangen und mehr zu einem Knäuel; im August werden die Eier gelegt, und nach wenigen Minuten schlüpfen die Jungen aus, um die sich die Mutter nicht kümmert. Die K. beißt mit großer Kraft und ihr Biß ist stets sehr gefährlich. Tiere kennen und fürchten die K., Schweine aber werden als Klapperschlangenvertilger gerühmt; von den Sioux, Dakota und den Nadowessiern wird sie wegen ihrer Listigkeit verehrt. In der Gefangenschaft hält sie sich sehr gut. In Südamerika findet sich die Schauerklapperschlange (Cascavella, C. horridus Daud.), die oben auf bräunlichgrauem Grund mit dunkeln, weißgelb eingefaßten Rautenflecken gezeichnet. unten einfarbig gelblichweiß ist, die Größe der vorigen Art erreicht und ebenso gefährlich ist.
2792 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klapperschlange

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Klapperschlange , plur. die -n, eine giftige Schlange, welche häufig in Amerika gefunden wird, Schilder unter dem Le…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Klapperschlange

    Goethe-Wörterbuch

    Klapperschlange die Giftschlange, im Zitat aus dem Gedicht des Herrnhuters Gregor (vgl WA I 5 2 ,142) scherzhaft im Hinb…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Klapperschlange

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Klapperschlange (Crotalus) , Gattung der giftigen Schlangen, nur in Amerika und in wenigen Arten, ausgezeichnet durch di…

  4. modern
    Dialekt
    Klapperschlangef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Klapper-schlange f. : 1. 'wer Schlechtes über andere redet', Klapperschlang [ GH-Bellh ]; Schimpfw. für eine falsche Per…

  5. Sprichwörter
    Klapperschlange

    Wander (Sprichwörter)

    Klapperschlange Je älter die Klapperschlangen, desto mehr Klappern. Daher klappern die Alten am meisten. [Zusätze und Er…

  6. Spezial
    Klapperschlange

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Klap|per|schlan|ge (Crotalus sp.) f. (-,-n) ‹zool› bisca da sonai f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klapperschlange

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von klapperschlange 3 Komponenten

klapper+(sch+lange)

klapperschlange setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

klapperschlange‑ als Erstglied (4 von 4)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klapperschlange". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klapperschlange/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „klapperschlange". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klapperschlange/meyers. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klapperschlange". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klapperschlange/meyers.
BibTeX
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