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kirsih

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

kirsih

kirsiberiAWB, kersiberiAWB n. ja-St., nur in Gl.
3,581,9 (Hs. 1. Hälfte des 12. Jh.s, Zeit des
Gl.eintrags unbekannt): ‚Kirsche; caratia [=
cerasium]‘
(vgl. Mlat. Wb. 2, 475) (mhd.
kersebere, nhd. mdartl. schwäb. kirschber
[Fischer, Schwäb. Wb. 4, 416], thür. kirsch-
beere [Spangenberg, Thür. Wb. 3, 435],
preuß. kirschbeere [Riemann, Preuß. Wb. 3,
263], märk. kesper ‚Sauerkirsche‘ [Bret-
schneider, Brandenb.-berlin. Wb. 2, 939],
mittelelb. kersbēre [Kettmann, Mittelelb.
Wb. 2, 470], ndsächs. kassbēre, kassebēre,
kessbēre, kesper [Jungandreas, Ndsächs. Wb.
7, 126f.], ndd. kespere, kesper [Schambach,
Wb. d. ndd. Mda. 99], lüneb. kasbērn pl.
[Kück, Lüneb. Wb. 2, 86], schlesw.-holst.
kassber, kasseber, karsber [Mensing, Schles-
wig-holst. Wb. 3, 61 f.], meckl. kasbeer
[Wossidlo-Teuchert, Meckl. Wb. 4, 136],
metathiertes vorarlb. kries[e]beer[e] [Jutz,
Vorarlberg. Wb. 2, 160], tirol. kriesbēr
[Schatz, Wb. d. tirol. Mdaa. 1, 358]; vgl.
rhein. kirschenbeere ‚Stachelbeere‘ [Müller,
Rhein. Wb. 4, 544
]; vgl. auch as. kirsikberi?
[wohl wegen des voranstehenden kirsicbom
S541kirsûnboum – kisil 542
mit verkürzter Schreibung biri] cerasium in
Gl. 4,246,2 = WaD 112, 19 [s. kirsih]).
Dialektal bezeichnet das Wort vorwiegend
die Sauerkirsche. Explikativkomp. mit subst.
VG und HG. S. kirsai, beri. – kirs(i)boumAWB,
kers(i)boumAWB, kirsûnboumAWB m. a-St., in GGi
I und seit dem 9. Jh. in zahlreichen Gl.:
‚Kirschbaum; cerasus, cerasus arbor, cinus
(mhd. kerseboum, kersboum, nhd. Kirsch-
baum; as. kirsebōm cerasus [Tiefenbach,
As. Handwb. 211], mndd. kersebōm; mndl.
kerseboom; ae. cirisbēam; vgl. as. kirsikbōm
cerasius in Gl. 4,246,1 = WaD 112, 9
[10. Jh.]). Determinativkomp. mit subst. VG
und HG. S. kirsai, boum. – kirsiboumînAWB adj.,
in GGi II und im Clm. 23479 (vgl. St.
Stricker, in Bergmann 2003: 107): ‚vom
Kirschbaum stammend‘
. Desubst. Bildung
mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-īna-. S. kirsiboum, -în1. – kirsihAWB m. a- oder
i-St., Gl. 3,99,1 (nur SH, in 3 Hss., 12.–
13. Jh.): ‚Kirsche; cerasium. Da die Über-
nahme des Wortes aus dem Lat. wegen des
anl. k- schon früh erfolgt sein muss, scheidet
die Annahme von ausl. -h als Fortsetzer des
Gutturalsuffixes urgerm. *-k aus. Vielmehr
ist -h in Analogie zu dem gleichfalls ent-
lehnten ahd. pfersih gebildet (vgl. Dt. Wb.
11, 844), zumal beide Wörter ähnlich lauten.
S. kirsa. – Ahd. Wb. 5, 200 ff.; Splett, Ahd.
Wb. 1, 56
. 91. 459; Köbler, Wb. d. ahd. Spr.
662; Schützeichel7 176; Starck-Wells 332.
XLIII; Schützeichel, Glossenwortschatz 5,
225 ff.
2645 Zeichen · 141 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kirsihst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kirsih st. m. — Graff IV,497 s. v. kirsa. kirsich: nom. sg. Gl 3,99,1 ( SH A, 3 Hss., 12.—13. Jh. ). ( Süß- ) Kirsche: c…

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Zerlegung von kirsih 2 Komponenten

kir+sih

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Cotta, M. (2026). „kirsih". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kirsih/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „kirsih". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kirsih/ewa. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „kirsih". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kirsih/ewa.
BibTeX
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