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Kirchberg

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kirchberg

Bd. 4, Sp. 524
Kirch-berg (s. S.) m.: 1. in voller Form kirəχbęrəχ (s. S.) Berg, Anhöhe, auf der die Kirche liegt, vielfach in den gebirgigen Teilen; om K. auch FlN [das Städtchen Simm-Kirchbg lautet kērberiχ, kīb- < mittelalterl. Kyrberg am Kyrbach; Ki(r)bricher Luft brengt Ren (Regen) un Duft (Tau) Bernk-Bollenb]. RA.: De geht de K. raf den Krebsgang Prüm-Rommersh. — 2. Friedhof, der im gebirgigen Teile heute noch vielfach um die erhöht liegende Kirche sich erstreckt, deshalb fast nur im Gebirgslande, u. zwar Kreuzn-Seibersb, Birkf-Achtelsb Nohen Wolfersw, Simm, Bernk, Goar, Hochw, Mos, Saar (vereinzelt zunächst Saarbr-Stdt, Saarl-OEsch, vom Haustadter Tal an allg.), Eif bis zur Ahr, Altk, Siegld; im Rip veralt. nur vereinzelt Sieg-ODollend, Bo-Wesseling (früher), Bergh-Hüchelhv Kirchherten, Grevbr-Neuenhsn, Aach-Stdt Gehlr Verlautenheide Würselen, u. zwar nur in einer den zweiten Teil verkürzenden Form; < kirχbęriχ wurde kirχpəriχ, diese älteste Form ist nur noch vereinzelt erhalten in der Weiterbildung kirbəriχ, –e-, -ø-, –rp-, rbriχ Saarbg-Kreuzw, Trier-Issel, Wittl-Bruch Bergw Dodenbg Dreis Cröv Esch Gladb Osann Rivenich Salmrohr Sehlem, Bernk-Stdt, Koch-Gevenich Lutzerath Leienkaul Urschmitt Weiler, Daun-Darschd Neroth Strohn Utzerath, May-Boos Bell Kirchesch Münk Waldesch, Aden-Hausten Kaltenborn Kempenich Spessart, Ahrw-Cassel; kirbəliχ Wittl-Minderlittgen; die Form kirvəriχ, –e-, –ø-, –rw- aus Trier-Ehrang Fell Leiwen Thörnich, Wittl-Monzel Osann, Bernk-Bollenb Maring Rhaunen Winterich (-ę-), Koch-Düngenh Urmersb, May-Kehrig, Aden-Hümmel Lierstall, Altk-Derschen Elkenr Friedewald Nisterbg Weitef, Siegld-Feuersb NDielfen Obersd Weidenau; karfəriχ Trier-Mehring (von den alten Leuten, die Jüngern sagen karfiχ); kirbiχ, –ī-, –e-, –rp- Simm-Belth Dichtelb Dorw Frankw Mörschb Rheinböllen, Goar-Niederbg, Saarbg-Freudenbg, Trier-Rodt Schleidw Zemmer, Bitb-Holsthum, Wittl-Altrich Arenr Bettenf Binsf Eisenschmitt GrLittgen Heidw Hetzerath Krinkhf Steinborn, Daun-Deudesf Meisbg Wallenborn, Prüm-Mürlenb (u. kīrfəχ); kīrbiχt n. Trier-Orenhf; sonst gilt als Gemeinform kirwĭχ, –əχ, –ø-, –e-, –ę-, meist aber kirfĭχ, –əχ, -ī(ā)-, –e-, –ę-, –ø-, –ē- [kirfiχt, –wiχt, –īă-, –e- Merz-NLosh, Trier-Menning Wintersd, Bitb-Betting Dockend Ferschw Halsd Irrel Koxhsn Mettend OGeckler Obersgegen Roth Seimerich Sinspelt, Prüm-Falkenauel Jucken Olmschd, Malm-Ouren, Bernk-Piesport; kirχīχ Prüm-Masthorn]; das Wort ist aber auch im Kerngeb. schon vielfach veralt., so hat Bitb-Mettend kīrfəχt u. kīrχəf (Kirchhof) (Bitb, Prüm, Koch, May vielfach schon K.hof), u. an der Ahr heisst nur noch der Judenfriedhof jødəkerfəχ u. in Aden-Hümmel, wo kerəχhǫf gilt, kommt kerəfəriχ nur noch vor in der Wend. du kös em et Kerəfərechslouch! zu Kindern u. in dem FlN Metzek. m. der Friedhof. — RA. (s. auch –hof): He geht op de Kirbech er ist so krank, dass er bald auf den K. getragen wird Trier-Zemmer, Allg. E faule Winder git e fedde Kerfig Simm-Horn, Allg. Sunndesleich micht den Kirpig reich Trier-Schleidw, Allg. Dem bleihen de Kirfigsbloumen of de Baken er hat Schwindsuchtsrosen auf den Backen Saarbg, Allg.
3171 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kirchbergm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kirchberg , m. berg auf dem eine kirche steht, wie sie da früher gern angelegt wurden, oder berg bei der kirche. häufig …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kirchberg

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Kirchberg , Name vieler Orte in allen Gegenden Deutschlands, der bedeutendste ist die sächs. Stadt K. südl. von Zwickau …

  3. modern
    Dialekt
    Kirchbergm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Kirch-berg m. : FlN; Berg, auf dem eine Kirche 1 steht oder stand, auch (einstiger) Landbesitz einer Kirche 2; mda. Keʳc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kirchberg

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Zerlegung von kirchberg 2 Komponenten

kirch+berg

kirchberg setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kirchberg‑ als Erstglied (5 von 5)

Kirchberger

PfWB

kirch·berger

Kirch-berger Pl. : 'die Bewohner des Kirchbergs ', Keʳchbeʳjeʳ [ RO-Dielkch ]. Südhess. III 1330 .

Kirchbergpfädel

PfWB

Kirchberg-pfädel n. : FlN, Keʳchbeʳgpädel [ LA-Edk ]; a. 1658: der Kürch Pfadt [Lgb. 24, S. 162 (a. a. O.)].