Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kinematograph
Kino n. ‘Lichtspieltheater’ (Anfang 20. Jh.), verkürzt aus Kinematograph m. (Ende 19. Jh.), frz. cinématographe, Neubildung der Brüder Lumière (1895) zu griech. kī́nēma, Genitiv kīnḗmatos (κίνημα, κινήματος) ‘Bewegung, Aufregung’ und gráphein (γράφειν) ‘schreiben’ (s. -graph). Dem frz. cinéma ‘Kino’ (ebenfalls aus cinématographe verkürzt) entsprechendes engl. cinema wird weitergebildet zu amerik.-engl. cinemascope ‘Breitwandfilmverfahren’ (im Dt. seit der Mitte des 20. Jhs.), s. -skop. Kintopp m. (nach 1905) von Berlin ausgehende scherzhafte Verkürzung von Kinematograph.