Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kieker
Kieker
kieken Vb. ‘gucken, sehen’, mnd. kīken, ungeklärte, vielleicht lautmalende Bildung. Das nd. Verb dringt im 16. Jh. in hd. Texte ein, wird aber erst nach 1900 (von Berlin aus) in der Umgangssprache geläufig. – Kieker m. ‘Fernglas’ (18. Jh.); redensartlich jmdn. auf dem Kieker haben ‘ärgerlich auf jmdn. sein und ihn daher scharf beobachten’ (19. Jh.), älter im Kieker haben (18. Jh.). Kiekindiewelt m. (19. Jh.), dafür auch hd. Guckindiewelt (s. d.).