Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
- Anchors
- 1 in 1 Wb.
- Sprachstufen
- 1 von 16
- Verweise rein
- 0
- Verweise raus
- 1
Kerkápoly, Karl, ungar. Politiker und Gelehrter, geb. 13. Mai 1824 zu Szent Gal im Veszprimer Komitat, gest. 31. Dez. 1891 in Budapest, studierte in Pápa, Preßburg und Halle, bis die Ereignisse von 1848 ihn in die Heimat zurückriefen. Krankheitshalber nahm er aber an den Kämpfen nicht teil. Nach Beendigung der Revolution trat er die Professur der Philosophie am reformierten Kollegium in Pápa an, die er bis 1865 bekleidete. Inzwischen hatte er 1859 den 1. Band seiner »Világtörténelem« (»Weltgeschichte«) veröffentlicht und wurde infolgedessen zum Mitgliede der ungarischen Akademie gewählt. Als 1859 das gegen die Autonomie der protestantischen Kirche in Ungarn gerichtete kaiserliche Patent erschien, trat K. mit dem Buch »Protestáns egyházalkotmány« (»Protestantische Kirchenverfassung«) dagegen auf. 1863 ordnete er seine philosophischen Schriften, von denen jedoch nur zwei: »Ismerettan« (»Erkenntnislehre«) und »Gondolattan« (»Denklehre«), erschienen. 1865 ward er im Enyinger Bezirk (Veszprim) zum Reichstagsabgeordneten gewählt und zählte zu den eifrigsten und tüchtigsten Mitgliedern der Deákpartei. Er zeichnete sich als Redner aus und ward wegen seiner Vielseitigkeit bei den meisten Kommissionsarbeiten in Anspruch genommen. Nach dem Schluß des Reichstags (1868) ward er zum Staatssekretär im Landesverteidigungsministerium ernannt. 1870 schloß er als Finanzminister im Kabinett Andrássy die drückende Schatzbondsschuld mit dem Rothschildkonsortium ab. Die Angriffe der Opposition nötigten ihn schließlich, 1873 seine Entlassung zu nehmen und sich auf die Professur der Staatswissenschaften an der Pester Universität zurückzuziehen. Seine »Publizistischen Arbeiten aus den Jahren 18651868« (in ungarischer Sprache) erschienen 1869. Vgl. die Denkrede von Jul. Kautz (1895).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.
-
19./20. Jh.
Konversationslex.Kerkápoly
Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Kerkápoly , Karl , ungar. Politiker und Gelehrter, geb. 13. Mai 1824 zu Szent Gal im Veszprimer Komitat, gest. 31. Dez. …
Verweisungsnetz
2 Knoten, 1 Kanten
Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen
Filter:
Kompositum 1
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit kerkapoly
0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen
Keine Komposita gefunden — kerkapoly kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.
Zitieren als…
- APA
-
Cotta, M. (2026). „kerkapoly". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kerkapoly/meyers?formid=K03428
- MLA
-
Cotta, Marcel. „kerkapoly". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kerkapoly/meyers?formid=K03428. Abgerufen 19. May 2026.
- Chicago
-
Cotta, Marcel. „kerkapoly". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kerkapoly/meyers?formid=K03428.
- BibTeX
-
@misc{lautwandel_kerkapoly_2026, author = {Cotta, Marcel}, title = {„kerkapoly"}, year = {2026}, howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern}, url = {https://lautwandel.de/lemma/kerkapoly/meyers?formid=K03428}, urldate = {2026-05-19}, }