Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kennig adj.
kennig , adj. zu kennen, das der schriftsprache fremd geblieben ist, aber in mundarten lebt. schweiz. gibt Tobler 100 a chennig werda, kennen lernen ( wie oberbair. kennend werden), also activisch; passivisch bei Dasyp. 154 a , der notabilis mit leicht kennig erklärt. Kehrein 224 gibt als mittel- und niederrh. kennig und unkennig, activisch und passivisch. auch nd. in ênkennig, act. von kleinen kindern die nicht jedermann kennen, leiden wollen, pass. leicht kennbar an einem bestimmten merkmal, s. brem. wb. 2, 759 fg. vgl. ' effrons unkennig' Dief. 196 b , der ' sich nicht kennt ' ? schon mhd. …