keistern,
käustern,
screare. 11)
schweiz. kîstern (
gespr. kîschtern),
heiser sein mit schwerem atem; dazu kîster
m., kîstere
f. heiserkeit, kîsterig
heiser, subst. kîsterer
m. einer der engbrüstig ist mit auswurf. Stalder 2, 103. Tobler 105
a; Denzler
gibt mit schriftdeutschem vocal keistrig
asthmaticus, keisterigkeit.
bei Maaler 258
a kysterig,
keichig, schwär am athen, asthmaticus, kysterige
f. asthma, kysterigkeit
dispnoea. vocabulare des 15.
jh. geben für phthisis (
tisis) brustkisti (Tobler 105
a),
der voc. th. 1482 e 3
b brustkistrie, Dief. 585
c brustkistrn (644
b sincopis herzkist), Wackernagels
voc. opt. brustkistrin. 22)
auch mit äu, eu
für ei,
bairisch: räusperts recht drauf, damits nicht alleweil unter der predigt zu rülpsen und zu käustern habt. Schmeller 2, 340
aus '
Stephans predigten s. 6.'
schon ein voc. des 15.
jh. oder älter bei Klein
hist. avium prodromus (
Lübeck 1750)
im anhang gibt keustrich sein,
pituitosum esse, keustrich
screator. 33)
diesz keistern
und keustern
nebeneinander, wie die bed., spricht für zugehörigkeit zu keichen
mit seiner nebenform keuchen.
es könnte vermittelt sein durch keichsen, keuchsen (439),
mit verlust des ch (
wie schuoster
aus schuochster, schuochsutor),
nachdem das s
sich mit t
verstärkt hatte. so ward aus blâsen
ein verstärktes blâstern (
mhd. wb. 1, 201
b,
vgl. blästerling
oben 2, 72),
und zwischen beiden steht blâst
flatus wie hier kîsti;
ähnlich ward mit veränderung des wurzelauslauts lûʒen
lauern zu lûstern, glinstern
von glinzen
glänzen, ostfries. klinstern (
s. klingsel)
von klingen;
ist aber kîstern
aus kîchstern
geworden, so steht ihm ganz nahe ein westf. kiekstern
kichern (Kuhns
zeitschr. 2, 96),
denn keichen
und kichern
sind in wort und sache nahverwandt, s. sp. 437
unten. Freilich auch heisch,
mhd. heise
heiser hat anspruch auf kîstern
und vielleicht besseren durch seine nebenform keisch;
ja heiser
selbst heiszt schweiz. auch heister, heisterig Stalder 2, 36,
worin nur der vocal etwas anders gewendet ist und die anlautstufe eine andre (
s. u. keisch);
selbst die nebenformen heise
und heiser
lassen sich dem kîsti
und kîstri
unter 1
vergleichen. aber wie dem auch sei, keichen
und keisch, heiser
sind selbst aus éiner wurzel gewachsen.