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keistern

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

keistern

Bd. 11, Sp. 499
keistern, käustern, screare. 11) schweiz. kîstern (gespr. kîschtern), heiser sein mit schwerem atem; dazu kîster m., kîstere f. heiserkeit, kîsterig heiser, subst. kîsterer m. einer der engbrüstig ist mit auswurf. Stalder 2, 103. Tobler 105a; Denzler gibt mit schriftdeutschem vocal keistrig asthmaticus, keisterigkeit. bei Maaler 258a kysterig, keichig, schwär am athen, asthmaticus, kysterige f. asthma, kysterigkeit dispnoea. vocabulare des 15. jh. geben für phthisis (tisis) brustkisti (Tobler 105a), der voc. th. 1482 e 3b brustkistrie, Dief. 585c brustkistrn (644b sincopis herzkist), Wackernagels voc. opt. brustkistrin. 22) auch mit äu, eu für ei, bairisch: räusperts recht drauf, damits nicht alleweil unter der predigt zu rülpsen und zu käustern habt. Schmeller 2, 340 aus 'Stephans predigten s. 6.' schon ein voc. des 15. jh. oder älter bei Klein hist. avium prodromus (Lübeck 1750) im anhang gibt keustrich sein, pituitosum esse, keustrich screator. 33) diesz keistern und keustern nebeneinander, wie die bed., spricht für zugehörigkeit zu keichen mit seiner nebenform keuchen. es könnte vermittelt sein durch keichsen, keuchsen (439), mit verlust des ch (wie schuoster aus schuochster, schuochsutor), nachdem das s sich mit t verstärkt hatte. so ward aus blâsen ein verstärktes blâstern (mhd. wb. 1, 201b, vgl. blästerling oben 2, 72), und zwischen beiden steht blâst flatus wie hier kîsti; ähnlich ward mit veränderung des wurzelauslauts lûʒen lauern zu lûstern, glinstern von glinzen glänzen, ostfries. klinstern (s. klingsel) von klingen; ist aber kîstern aus kîchstern geworden, so steht ihm ganz nahe ein westf. kiekstern kichern (Kuhns zeitschr. 2, 96), denn keichen und kichern sind in wort und sache nahverwandt, s. sp. 437 unten. Freilich auch heisch, mhd. heise heiser hat anspruch auf kîstern und vielleicht besseren durch seine nebenform keisch; ja heiser selbst heiszt schweiz. auch heister, heisterig Stalder 2, 36, worin nur der vocal etwas anders gewendet ist und die anlautstufe eine andre (s. u. keisch); selbst die nebenformen heise und heiser lassen sich dem kîsti und kîstri unter 1 vergleichen. aber wie dem auch sei, keichen und keisch, heiser sind selbst aus éiner wurzel gewachsen.
2248 Zeichen · 47 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    keistern

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    keistern , käustern , screare. 1 1) schweiz. kîstern ( gespr. kîschtern), heiser sein mit schwerem atem; dazu kîster m.,…

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