Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kalauer m.
Kalauer m.
Kalauer m. ‘billiger Witz, nicht sehr geistreiches Wortspiel’, zuerst 1858 nachweisbar, entwickelt sich wohl aus der Ortsangabe Kalau, unter der der Kladderadatsch-Redakteur Dohm bei gelegentlichen Besuchen im Städtchen Calau (Niederlausitz) Witze nach Berlin an die Zeitschrift geschickt haben soll. Dazu ist auch das im Dt. gebrauchte (18. Jh.) frz. calembour ‘Wortspiel’ (unbekannter Herkunft) heranzuziehen, das im Hinblick auf die Witze aus Kalau zu Kalauer umgeformt wird. – kalauern Vb. ‘wenig geistreiche Witze machen’ (19. Jh.).