Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
hyperbolisch
hyperbolisch
Hyperbel f. (in der Mathematik) ‘unendliche ebene Kurve aus zwei getrennten Ästen’, d. i. der geometrische Ort aller Punkte, für die die Differenz der Abstände von zwei festen Punkten konstant ist, (in der Stilistik) ‘Übertreibung des Ausdrucks’, seit Anfang des 18. Jhs. nachweisbare Eindeutschung des bis dahin in der Wissenschaftssprache üblichen Hyperbole. Entlehnt aus lat. hyperbolē, griech. hyperbolḗ (ὑπερβολή), zu verstehen als eine über das Normalsprachliche hinausgehende Redeform bzw. (nur dem griech. Vorbild folgend) als eine über die Grundfigur des Kegelschnitts, den Kreis, hinausgehende Kurve; eigentlich ‘Übermaß, Überfülle, Übermacht’, zu griech. hyperbállein (ὑπερβάλλειν) ‘darüber hinaus-, über das Ziel werfen, gehen’, gebildet aus dem unter hyper- (s. d.) behandelten griech. Präfix und bállein (βάλλειν) ‘werfen’. – hyperbolisch Adj. ‘in der Art einer Hyperbel, übertreibend’ (17. Jh.), lat. hyperbolicus, griech. hyperbolikós (ὑπερὑπερβολικός) ‘übertrieben, übermäßig’.