lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Hündin

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
5

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Hündin

Hündin

Hund m. Der gemeingerm. Name des zu den Raubtieren gehörenden, wohl ältesten indoeuropäischen Haustieres ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. hunt, asächs. aengl. hund (engl. hound ‘Jagd-, Hetzhund’ neben dog ‘Hund’), mnl. hont, nl. hond, anord. hundr, schwed. hund, got. hunds zeigt eine Dentalerweiterung (ie. *k̑u̯ont-) gegenüber den außergerm. Bezeichnungen aind. śvā́ (Genitiv śúnaḥ), griech. kýōn, Genitiv kynós (κύων, κυνός) (s. zynisch), air. (Genitiv con), lit. ṡuõ sowie lat. canis (mit später entstandenem a?), aus denen sich ein Ansatz ie. *k̑u̯on-, *k̑un- ‘Hund’ erschließen läßt, wobei Anknüpfung an die Wurzel ie. *k̑eu- ‘leuchten, glänzen, hell’ (motiviert durch die Farbe des Tieres) fraglich bleibt. Andere führen den Dental des Germ. auf ein to-Partizip zur Wurzel ie. *ken- ‘frisch hervorkommen’ zurück, die auch in Bezeichnungen für ‘Tierjunges’ erscheint, vgl. mir. cano, cana ‘Wolfjunges’. Hund, auch Hunt ‘kleiner Förderkarren im Bergbau’ ist eine Übertragung des Tiernamens (Mitte 16. Jh.). Häufig ist der Gebrauch als Schimpfwort (16. Jh., doch vermutlich viel älter), auch Lumpenhund (17. Jh.), Schweinehund (s. d.). Oft in Zusammensetzungen und Wendungen, die selten auf gute Eigenschaften des Tieres (Hundetreue, Hundeblick), weit mehr nach allgemeiner, zumal älterer Auffassung auf vermeintlich schlechte Eigenschaften anspielen, da der Hund weithin und lange Zeit als Bild des Elenden, Niederträchtigen, Menschenunwürdigen angesehen wird; das Bestimmungswort nimmt dabei vielfach steigernde Funktion an, vgl. Hundeleben (17. Jh.), Hundeloch zunächst für ‘Gefängnis’ (17. Jh.), Hundeseele (18. Jh.), Hundearbeit (19. Jh.), Hundekälte (19. Jh.), Hundewetter (19. Jh.), Hundelohn (20. Jh.); hundekalt (19. Jh.), hundemüde (19. Jh.), hundemiserabel (19. Jh.), hundsmiserabel (20. Jh.), hundsgemein (19. Jh.), hundsmäßig, hundemäßig (19. Jh.); ferner da liegt der Hund begraben ‘das ist der Kern der Sache’ (17. Jh.), auf den Hund kommen ‘herunterkommen’ (18. Jh.), vor die Hunde gehen ‘zugrunde gehen’ (17. Jh.). – hündisch Adj. ‘kriecherisch, unterwürfig, gemein’, älter hundisch (15. Jh.), da der Hund als niedergetretene und geprügelte Kreatur gilt und wegen seiner Unterwürfigkeit verachtet wird. Schäferhund m. Hund einer besonders für das Treiben und Bewachen von Herden geeigneten Rasse (16. Jh.). Schießhund m. ‘Spürhund’, eigentlich ‘Hund, der das angeschossene Wild aufzuspüren hat’, besonders in der Wendung aufpassen wie ein Schießhund (nd. uppassen as een Scheethund) ‘scharf aufpassen’ (18. Jh.). Hundstage Plur. ‘Hitzetage’, meist um den 14. Juli, spätmhd. hundetac, huntlīche tage (14. Jh.), hundische tage (15. Jh.), mnl. hontdāghe; Übersetzung von lat. diēs canīculārēs, der Bezeichnung für die durch das Hundsgestirn im Sternbild des Orion bestimmten Tage, vgl. lat. canīcula ‘Hundsstern, Sirius’, dessen Aufgang die heißen Juli- und Augusttage einleitet. Hündin f., ahd. huntinna (Hs. 12. Jh.), mhd. hundinne, spätmhd. hündin, doch erst seit dem 15. Jh. geläufig.
3001 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    hündinf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    hündin , f. weiblicher hund: canicula hundynne, huntin, hüntin Dief. 95 a ; wann aber die hündin oder brecken ire jungen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hündin

    Goethe-Wörterbuch

    Hündin in bildl-allegor Darstellung 47,356,11 Üb:Frz satirKupferst Eva Beck E.B.

  3. modern
    Dialekt
    Hündinf.

    Pfälzisches Wb.

    Hündin f. : wie schd., Hindin [vereinzelt, neu]; vgl. Zaupe . Südhess. III 793 ; Bad. II 792 .

  4. Sprichwörter
    Hündin

    Wander (Sprichwörter)

    Hündin 1. Die eilende Hündin wirft blinde Junge. – Eiselein, 333. Die Letten: Geschwind geeilt, blind geboren. Die Klein…

  5. Spezial
    Hündin

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hün|din f. (-,-nen) 1 ciana (-nes) f. 2 (Kosename, aber auch Schimpfwort) chicia (-ces) f.

Verweisungsnetz

10 Knoten, 6 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 4 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit huendin

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von huendin

hund + -in

huendin leitet sich vom Lemma hund ab mit Suffix -in, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von huendin 2 Komponenten

huen+din

huendin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

huendin‑ als Erstglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „huendin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/huendin/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „huendin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/huendin/pfeifer_etym. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „huendin". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/huendin/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_huendin_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„huendin"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/huendin/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-20},
}