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houesch

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

houesch

Bd. 3-1, Sp. 881
houesch” (Voc. Strals. ed. Damme 405), „so befele ick ... mynen lycham der erde mit temelker bygrafft to bestedigende” (Lüneb. Test. 351); — (Benehmen, Verhalten:) anständig, „De baccalarien und locaten scholen ... hoveschen converseren, tuchtige rede und temelike gebere tegen” (Zs. Nds. 1882, 314), moralisch korrekt, „In der tit van teyen maenden wart ik to samen vorgaddert in bloet van des mynschen saede vnde van ener genogeden eenes temeliken slapes” (Köln. Bibel Weish. 7, 2); — (Wort, Antwort:) höflich, „dat eyne vrouwe syk myt temelyken worden wol mach entschuldygen” (RV 129); — (Auftreten, Erscheinung:) gemessen, stattlich, „Medea ... czirde syck kostliken myt koningklyken gewade vnde quam mit einem themelyken trede tho dem hogene” (Troye 82); — (Kleidung, äußere Erscheinung:) anständig, von der Gesellschaft akzeptiert, „Jdt schoͤlen ock de hoͤyken temeliker lengede syn / dat de nicht naslepen” (Lüb. LuxusO. 1582 E 2v); — (Gegenstand:) zugehörig, entsprechend, „gy willen vns to verwarunge sol- []kes vnnses Slotes eyn Stehen busse vnde eyne tarras busse mit temeliker tobehoringe ... lyhen” (Riedel II 5, 241); — rechtlich zustehend, „Dat moste her B. doen vor dem official alse vor sinen temeliken richter” (Krumbholtz Münst. Gewerbe 23). 2. (Vbdg.:) t. sîn/wēsen, et is/wēre t. dat sich rechtlich und moralisch geziemen, (häufig in Vbdg. mit einer Negation:) „so is id doch nicht temelik, dat me jemende klene edder vele sereghen edder schaden schal” (Derendorf 416); — rechtmäßig zustehend, gestattet, „dat doch den smeden nicht temelick is” (Lüb. ZR 440), (durch religiöse Vorschriften:) gestattet, erlaubt, „wo de joden iesum frageden efft ok temelick were an dem sabbate gesunt to maken” (Halberst. Bibel Matth. 12, Überschrift), (sittliche Ordnung, Wertmaßstäbe:) anständig, moralisch einwandfrei, t. unde tuchtich sittsam, „de ander lude buten echteschop to ieniger unkuscheit trecken eft leyden, id sy ... mit touerien unde mit unreynen boken to lesen, efte in ieniger anderen wise de nicht temelik sint to schriuen, noch uth to spreken” (Geffcken Bilderkat. 156); — angebracht „Id were wol temelick, dat de vrouwe ersten drunke” (Derendorf 264), t. unde gebȫrlĩk geziemend und gebührend, wie es Moral und Anstand verlangen, „alze erliken bederuen luden temelik vnde geborlik is in deme hilgen echte to donde” (Lüb. Ub. 8, 227). 3. quantitativ angemessen. — 3.1. (Ausmaß, Menge:) ziemlich groß, groß, beträchtlich, in ê(i)ner t.en vēlhêit in großer Menge, âne t.e nôttorft ohne große Notwendigkeit, „Ein Krage, groet als ein temlik Wagen Rat” (Lauremberg 33), „Wowol de Schwedisschen ock temeliken schaden geleden hebben” (Russow Livl. Chr. 1584, 72), „unse vörvederen [hebben] einen temelicken vorradt an grapen, kannen, vathen, talloren ... vorhanden” (Hamb. ZR 105). — 3.2. ausreichend, hinreichend, nicht zu viel; — (Essen, Nahrung:) genügend, t. unde drēchlĩk angemessen, genau richtig, „szo schall he thom weynigstenn den olderludenn, veer warckmeisteren und twen schafferenn eyne themelike unnd drechlike kost dhon” (Hamb. ZR 148); — (Preise, Kosten, Löhne:) genö̂chlĩk unde t. genügend, wie vereinbart, angemessen, „wy hebben ghedaen vor eynen genochlyken und temelyken summen geldes” (Ub. Börstel 292). — Vgl. tāmelĩk, tēmaftich.
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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    houesch

    Mittelniederdeutsches Wb.

    houesch ” (Voc. Strals. ed. Damme 405), „ so befele ick ... mynen lycham der erde mit temelker bygrafft to bestedigende …

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Zerlegung von houesch 2 Komponenten

hou+esch

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APA
Cotta, M. (2026). „houesch". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/houesch/mnwb?formid=T01083
MLA
Cotta, Marcel. „houesch". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/houesch/mnwb?formid=T01083. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „houesch". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/houesch/mnwb?formid=T01083.
BibTeX
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