Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Horae canonĭcae
Horae canonĭcae (lat., »kanonische Stunden«, auch Horae regulares ) heißen in der katholischen Kirche die Stunden des Tages, die zu den Gebeten der Geistlichen und Mönche bestimmt sind und in den Klöstern durch Geläute verkündigt wurden, weil der Beginn des ersten und letzten Stundengebets sich je nach der Jahreszeit verfrühte oder verspätete und deshalb nie nach der wahren Zeit richtete. Während des Mittelalters bildeten die H. die eigentliche Einteilung des Tages von ungefähr 3 Uhr morgens bis 6 oder 7 Uhr abends, und die Abhaltung dieser Horen, bei denen Psalmenabschnitte aus dem Alten und …