Hauptquelle · Wander (Sprichwörter)
Hôlekrâschen
Hôlekrâschen Wie Aaner gehalkrâscht is, so hâsst er. – Tendlau, 702. Tendlau a.a.O. gibt über dies Sprichwort folgende Erklärung: In frühern Zeiten war es gebräuchlich, dem neugeborenen Kinde, nachdem es vier Wochen alt geworden war, an einem Sabbatnachmittage seinen deutschen (chōl, profanen) Namen zu geben, neben dem hebräischen (heiligen, kadosch), den der Knabe schon bei der Beschneidung erhielt. Es geschah dies dadurch, dass man die Wiege sammt dem geputzten Kinde von dazu eingeladenen verwandten und befreundeten Kindern feierlich und festlich umstellen und, nach dem man einige bestimmte …