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Hieroglyphen

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Hieroglyphen

Bd. 3, Sp. 305
Hieroglyphen, griech., die ägyptische Bilderschrift, wie sie auf Tempelwänden, Obelisken, Papyrusrollen etc. vorkommt. Sie waren bis in die neueste Zeit ein Räthsel, daher auch sprichwörtlich; ihre jetzt beinahe vollständig gelungene Entzifferung wurde durch den glücklichen Fund einer Inschrift (während d. franz. Expedition nach Aegypten 1799) zu Rosette möglich gemacht. Dieselbe enthält den nämlichen Text in hieroglyphischer, demotischer u. griechischer Schrift, wie letztere ausdrücklich besagt; Young und besonders Champollion (s. d.) entwickelten daraus eine Grundlage für das Verständniß der H., das in neuester Zeit durch Lepsius, Rosselini, Leemans, Brugsch etc. eine nicht geahnte Ausbildung erhalten hat. Nach diesen Entdeckungen war die altägyptische Schrift eine dreifache: 1) die eigentliche hieroglyphische od. heilige; 2) die hieratische od. priesterliche und 3) die demotische, enchorische, od. gemeine Schrift. Die hieroglyphische Schrift, auf Monumenten und für heilige Texte angewandt, ist aus vollständigen Abbildungen sichtbarer Gegenstände zusammengesetzt, und diese bezeichnen entweder: a) den abgebildeten Gegenstand selbst (z.B. das Bild des Löwen das Wort Löwe); b) od. sie sind symbol. Zeichen (z.B. der Löwe bedeutet Stärke, die Taube eine Wittwe); c) od. sie sind phonetische, d.h. Lautzeichen, in welchem Falle der zu bezeichnende Laut der Anfangslaut des abgebildeten Gegenstands ist; oder endlich d) dasselbe Zeichen wird bald symbolisch, bald phonetisch gebraucht; in letzterem Falle, wo es also nur den Anfangslaut bezeichnet, werden die andern Laute des Worts mit den phonetischen Zeichen, d.h. aus dem Alphabete, ergänzt. Außerdem hat die hieroglyphische Schrift auch gewisse Bilder als Bestimmungszeichen (Determinative), die nicht ausgesprochen werden sollen, sondern zur nähern Bestimmung eines Wortes, zur Verhütung von Zweideutigkeiten etc. dienen sollen. Die hieratische od. Priesterschrift ist nur eine Abkürzung der hieroglyph. Schrift zum Behufe des schnellern Schreibens u. findet sich in Schriften, die der priesterlichen Literatur angehören; die demotische Schrift endlich ist wieder eine Abkürzung der hieratischen zum alltäglichen Gebrauche, weßwegen in ihr auch die phonetische Bedeutung der Schriftzeichen vorherrscht.
2279 Zeichen · 34 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hieroglyphen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hieroglyphen , griech., die ägyptische Bilderschrift, wie sie auf Tempelwänden, Obelisken, Papyrusrollen etc. vorkommt. …

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