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Henriette

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Henriette

Bd. 9, Sp. 175
Henriette, franz., weiblicher Vorname. Bekannt sind: 1) H. Maria von Frankreich, geb. 1609 in Paris, gest. 10. Sept. 1669 in Colombes, Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich und der Maria von Medici, wurde 1625 mit Karl Stuart, nachmaligem König Karl I. von England, vermählt und gewann allmählich größern Einfluß auf seine Politik. Da sie solchen zugunsten der englischen Katholiken geltend zu machen suchte, ward sie dem Parlament und dem Volk sehr verhaßt. Als die königliche Familie 1642 London verließ, floh sie nach Holland und kaufte hier von dem Erlös ihrer Kostbarkeiten Kriegsbedürfnisse und warb Krieger an, die sie ihrem Gemahl selber zuführte. Das Nahen des feindlichen Heeres nötigte sie aber, 1644 nach Frankreich zu flüchten, von wo aus sie vergeblich die europäischen Mächte um Hilfe für ihren Gemahl ansprach. Nach Karls I. Hinrichtung lebte sie in Paris. Nachdem ihr ältester Sohn als Karl II. 1660 den englischen Thron bestiegen, kehrte sie auf kurze Zeit nach England zurück. Vgl. Cotolendi, Histoire de la reine H. d'Angleterre (1690); »Queen Henrietta Maria: Letters and correspondence« (hrsg. von Mrs. Green, Lond. 1856); Baillon, H.-Marie de France, sa vie et ses lettres (2. Aufl., Par. 1884). 2) H. Anna, Herzogin von Orléans, Tochter König Karls I. von England und der vorigen, wurde 16. Juni 1644 in Exeter geboren und bald darauf von ihrer Mutter mit nach Frankreich genommen; gest. 30. Juni 1670. Im J. 1661 ward sie, nachdem sie zum Katholizismus übergetreten war, mit dem Herzog Philipp von Orléans vermählt. König Ludwig XIV. liebte ihren Umgang und bediente sich ihrer namentlich bei den Verhandlungen mit ihrem Bruder Karl II. von England, der ihr sehr zugetan war. 1670 stattete sie diesem einen Besuch in Dover ab und bewog ihn, in dem bevorstehenden Kriege gegen Holland auf die Seite Ludwigs XIV. zu treten. Acht Tage nach ihrer Rückkehr aus England starb H. plötzlich in St.-Cloud, wie sie selbst meinte, an Gift, das ihr ein Günstling ihres Gemahls, der Chevalier de Lorraine, beigebracht haben sollte. Vgl. Baillon, H.-Anne d'Angleterre, sa vie et sa correspondance avec son frère Charles II (2. Aufl., Par. 1887); Mrs. H. Ady, Madame: Life and letters of Henrietta, daughter of Charles I., duchess of Orleans (2. Aufl., Lond. 1900).
2292 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Henriette

    Campe (1807–1813)

    Henriette , — ns, — n , ein Weibertaufname, der zwar aus Heinrich aber auf Französische Art gebildet ist; im gemeinen Le…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Henriette

    Goethe-Wörterbuch

    Henriette Figur in ‘Die guten Weiber’ Die lebhafte H. .. war mit ihren Worten nicht karg, mit allem zufrieden und mit de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Henriette

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Henriette (frz. Angriätt), d.h. Heinrichin. H., geb. 1609, gest. 1669, Tochter Heinrichs IV., Gemahlin Karls I. v. Engla…

  4. modern
    Dialekt
    Henriette

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Henriette weiblicher PN., im Neckreim: 'Henriette, Goldne Kette, Goldne Schuh, Wie alt bist du?' Wo. V. 4, 390.

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