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Helsingfors

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Helsingfors

Bd. 9, Sp. 158
Helsingfors, Hauptstadt des Großfürstentums Finnland und des finn. Gouv. Nyland, malerisch auf einer aus Granitfels bestehenden Skäre des Finnischen Golfs gelegen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien St. Petersburg-H. und H.-Tawastehus, ist die wichtigste See- und Handelsstadt des Großfürstentums. Sie hat zwei stark befestigte, sichere Häfen, breite und gerade Straßen, unter denen sich insbes. die lange Esplanade (mit der Bronzestatue des Dichters Runeberg) und die schöne Unionsstraße auszeichnen, ein Denkmal Kaiser Alexanders II. (seit 1894) und viele prächtige öffentliche Gebäude, von denen das kaiserliche Palais, das prächtige Universitätsgebäude (1828 bis 1832 von Engel erbaut), die im edelsten Stil ausgeführte lutherische Nikolaikirche (1830–52 erbaut), die russische Mariä Himmelfahrts-Kirche (seit 1868), die neue lutherische Kirche (seit 1893), das Ateneum (seit 1887, mit Gemäldegalerie), das neue Theater, das finnische Theater (seit 1901), das Staatsarchiv, das Ritterhaus (1858–61 im italienischen Stil erbaut), das Ständehaus (seit 1891) und das Gebäude des Senats für Finnland zu nennen sind. Die Stadt hat (1901) 97,051 Einw., meist Schweden, Finnen, neuerdings auch zahlreiche Russen und Deutsche. H. besaß 1898: 576 industrielle Etablissements mit 8577 Arbeitern und einer Produktion von 35,802,441 finnischen Mark, darunter eine Zuckerraffinerie, mechanische Werkstätten, Bierbrauereien und Tapetenfabriken, Tabakfabriken und Spiritusbrennereien. Die Handelsflotte umfaßte 1900: 121 Schiffe mit 29,086 Ton. 1901 liefen 1078 Schiffe von 301,827 Ton. ein, 884 von 246,650 Ton. aus. Der überseeische Handel, den die Stadt besonders nach St. Petersburg, Schweden und England sowie nach den deutschen Ostseeländern unterhält, dreht sich um Holzwaren, Papier, Pappe etc., während Getreide, Eisen, Maschinen, Kleider, Manufakturwaren, Zucker und Steinkohlen die hauptsächlichsten Einfuhrartikel bilden. Die Einfuhr (1902: 128 Mill. finn. Mk.) ist viel bedeutender als die Ausfuhr (22,9 Mill. finn. Mk.). H. ist der Sitz der staatlichen Finlands Bank und von 6 Privatbanken. Von öffentlichen Anstalten besitzt H. die von Åbo 1827 hierher verlegte und 1901 von 2355 (darunter 385 weiblichen) Studenten besuchte Alexander-Universität, mit zoologischem und botanischem Museum, einer Bibliothek von 230,000 Bänden, Sternwarte, botanischem Garten etc., ferner ein ethnographisches Museum, ein Polytechnikum, 10 Lyzeen (Mittelschulen), eine Navigationsschule, 2 Handelsschulen, Irren- und Blindeninstitut. H. ist Sitz eines deutschen Generalkonsuls. Von der Seeseite her ist H. durch die auf sieben Felsenskären liegende Festung Sweaborg geschützt. – Die von Gustav Wasa etwa 7 km nordöstlich am Flüßchen Wanda 1550 erbaute Stadt H. wurde 1640 an ihre jetzige Stelle verlegt, 1713 von den Russen zerstört, die hier 4. Sept. 1742 Ch. E. Lewenhaupt (s. d.) zur Kapitulation nötigten. Seit 1749 stark befestigt (s. Sweaborg), 1808 von den Russen von neuem besetzt, ist H. seit 1812 Hauptstadt des Großfürstentums Finnland und seit 1819 Sitz des finnländischen Senats. Vgl. W. Brummer, Historiska uppgifter om H. och Sveaborg (Heisingf. 1874); E. Ehrström, H. stads historia från 1640 till Stora ofreden (das. 1890).
3227 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Helsingfors

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Helsingfors , Hauptstadt des russ. Großfürstenthums Finnland auf einer Landzunge am finnischen Meerbusen, mit Hafen, 205…

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Cotta, M. (2026). „helsingfors". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/helsingfors/meyers
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Cotta, Marcel. „helsingfors". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/helsingfors/meyers. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „helsingfors". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/helsingfors/meyers.
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