Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Haschee n.
Haschee n.
Haschee n. ‘Gericht aus feingeschnittenem, gehacktem Fleisch, aus Innereien oder Fisch’. Neben ältere einheimische Bezeichnungen für ‘Hackfleisch, Wurstfülle, Farce’ wie Gehack(e), Gehäck(e), Gehacktes, Gehäcks tritt um 1700 Hachée (später auch Haché). Dieser Ausdruck der Kochkunst geht zurück auf das Part. Perf. frz. haché (vgl. frz. de la viande hachée ‘gehacktes Fleisch’) vom Verb frz. hacher, afrz. hachier ‘zerhacken’, Denominativum von afrz. frz. hache ‘Axt, Beil’, das aus dem Frk. entlehnt ist und sich an die unter 1Hippe (s. d.) dargestellte germ. Wortgruppe anschließt. Im Frz. ist jedoch der Gebrauch des substantivierten Part. Perf. in diesem Sinne unüblich, geläufig ist vielmehr frz. hachis, eine Ableitung von demselben Verb, die im 18./19. Jh. ebenfalls ins Dt. übernommen wird. Seit dem 18. Jh. versteht man unter Hachis, Haché vor allem ein Gericht aus pikant zubereiteten Fleisch- oder Fischstückchen. Die eindeutschende Schreibung Haschee kommt im 19. Jh. auf, setzt sich aber erst im 20. Jh. durch.