Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
handgift f.
handgift , f. gabe der hand, geschenk, verleihung, mhd. hantgift wb. 1, 510 a ; die im bî gestuonden den gît er volle pfruonden in sîner eigenen stifte mit leider hantgifte. Martina 159, 106 ; wie handgeld, das erste geld, das einer in seinem berufe löst: ( ein arzt spricht ) dort kumpt eben ein kranker man, der thut an zweien krucken gan, der wirdt mir gleich die handgift geben, er kumbt mir warlich gleich und eben. H. Sachs 3, 2, 211 b ; auch neujahrsgeschenk: strena hantgift Dief. 555 b . — Ein stillschweigend ohne zu fordern gegebenes geschenk heilt nach dem volksglauben gewisse krankheite…