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Hǟregod

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Eintrag · Westfälisches Wb.

Hǟregod m.

Bd. 3, Sp. 98
Hǟre-god m. [verbr. (außer Kr. LemgoLem Kr. HerfordHfd Kr. BielefeldBie Wie)] 1. Gott. Iuse liwe Hïeguot (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb). Dem kann ken Hergott helpen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Bi usen Härgott is kin Dink unmüegelik (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Mien Häärgott noch van to! Ausruf der Überraschung (WmWb). — Phras. Vbdg.: Iusen Herrgodd süin Garnicks Nichtsnutz (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — Ra.: Hä spïelt at ’n jungen Heärgoat spielt sehr gut (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Use Hähgued verlött käinen Dütschen, wann hä blaus ’n biätken Lotin verstäiht wenn jmd. in einer schwierigen Situation fragt, wie es weitergehen soll (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Do hïet ’e Heärgoat en Ām ūtstrecket bei einem Wirtshausschild (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Dai maint, usse Hiärguatt herre Hiärmen wenn jmd. Unmögliches verlangt (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr || mehrf.). Hei hett diän richtigen Hiärgoaut anbe’ett hat Glück gehabt (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@Tietelsen u. RotheTi). He häff ūsen Härrgott up de Tungen un ’n Dǖbel in’n Nacken ist ein Heuchler (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (ähnl.) mehrf.). Dai daiht uesen Hiärguatt bejn Schuaken krejgen ist ein Frömmler (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). He läött usen Härgott ’n gudn Mann wïen lebt sorglos in den Tag hinein (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Hei stiehlt ussem Hergott den Dag aw ist ein Müßiggänger (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi || mehrf.). Hä es unser Hiärguot sinner Lüi eïner ist einfältig, geistig beschränkt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Sprichw.: Wat eene sölwst kann, sall he van usen Härgott nich verlangen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr). Wänn use Hïergott will en Narren häwen, dänn mott hei en allen Kärl de Frugge afstirwen loten (Kr. BürenBür Kr. Büren@LichtenauLi || mehrf.). Giff iuse Hergott Jungens, dann giff hoi auk de Bücksen doteo (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). Usse Härgott stüwet de Baime, dat se nich inn’n Himmel wasset nicht übermütig werden (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw || (ähnl.) mehrf.). Iuse Hergott wuiset mer, os hoi giff(t) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || (ähnl.) mehrf.), auch: ..., hai kann owwer äok wenig wuisen un viel giewen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Use Herrgott lett us wall sinken, aower nich verdrinken (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa || mehrf.). Use Hiäreguott schlätt Wunden, hai giet awwer äok de Salwe (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@BrunskappelBk). Unse Härguatt wäit, wann ’t Tid es man soll alles seiner Fügung überlassen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). Usse Hiärguatt hiät allerhand Kostgänger es gibt gute und schlechte Menschen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — Sagw.: Dä leiwe Hiärguoad wuont ouk im Keller, saggte de Mönch, doa gong hei noam Wiene (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Mi kannst du wull weglaupen, aower usse Härguott nich, sagg de Buer, dao laip em de Voß met de Gaus weg (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@EmsdettenEm || mehrf.). Unsem Hiärguoad es nit te truggen, saggte de Buer, doa fouhr hei sin Heu am Sundage in (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || ähnl. mehrf.). Olles is gutt, wat use Hiärgurt güfft, sä de Biuer, mänt dat Füllen is täo klein (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). — Rätsel: Wat is de Unnerscheid van usse Härguod un ’n Lährer: Usse Härguod weet alls, en Lährer weet alls biätter (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — 2. Kruzifix. — Ra.: En Kēäl at ’n hülten Heärgoat ungeschickte, grobe Person (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || (ähnl.) mehrf.). Heï is en knüökeren Hïerguot eine dürre Person, en droǖgen Hïerguot ein trockener, langweiliger Kerl (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh || mehrf.). ⟨Markierung: seltener als ›lē¹we Hǟre‹ (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek He)⟩
2930 Zeichen · 68 Sätze

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haeregod

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Zerlegung von haeregod 2 Komponenten

haere+god

haeregod setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „haeregod". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/haeregod/wwb?formid=H01521
MLA
Cotta, Marcel. „haeregod". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/haeregod/wwb?formid=H01521. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „haeregod". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/haeregod/wwb?formid=H01521.
BibTeX
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