Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Guise
Guise (Güihs), franz. Adelsfamilie, von Claude, dem jüngern Sohne des Herzogs René II. von Lothringen abstammend, der sich in Frankreich niederließ und sich durch eine bourbon. Prinzessin mit dem königl. Hause verschwägerte; den Herzogstitel erhielt er von dem kleinen Orte G. im jetzigen Depart. Aisne. Die berühmtesten G. sind: Franz , Sohn des Claude, geb. 1519, le Balafré (der Genarbte) genannt, war ein tapferer Feldherr, der 1552 Metz gegen Karl V. vertheidigte u. 1558 den Engländern Calais abnahm. Er war der mächtigste Mann in Frankreich, da seine Nichte, Maria Stuart, die Gemahlin des Kön…