Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gravur
1gravieren Vb. ‘(in Metall, Stein, Glas) schneiden, ritzen’, Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. graver, das dem Germ. (vgl. anfrk. gravan, asächs. graƀan, mnl. mnd. grāven, s. graben) entstammt und im Afrz. zunächst in der Bedeutung ‘einen Scheitel ziehen’ begegnet. Den erst für das 15. Jh. zu belegenden heutigen Wortsinn des Verbs setzt jedoch bereits das zugehörige Nomen agentis mfrz. frz. graveur (14. Jh.) ebenso wie jüngeres mfrz. frz. gravure (16. Jh.) voraus. Beide Bildungen werden im 18. Jh. gleichfalls ins Dt. entlehnt, Graveur m. ‘Kupfer-, Stahlstecher, Steinschneider’, Gravüre …