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graubärtig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

graubärtig adj.

Bd. 8, Sp. 2110
graubärtig, adj. , älter auch graubartet (aus graubarticht), graubärtigt. 11) von männern mit grauem bart. im eigentlichen sinne: ein echter gelehrter im langen, grauen schlafrock, graubärtig und grauhaarig W. Raabe s. w. I 5, 85 Klemm; von seinem nebenmann, einem langen, graubärtigen menschen W. Bergengruen Karl d. kühne (1930) 269. die bedeutung 'alt' oder 'fortgeschrittenen alters' einschlieszend: unser garn wird nicht nur von kaum kriechenden kindern ..., sondern auch von graubärtichten männern ... gesponnen Lohenstein Arminius (1689) 2, 187a; zwischen den beiden cypressen erscheint ein kleiner trupp arbeiter und naturforscher, teils graubärtig, teils jüngeren aussehens R. Dehmel ges. w. (1906) 10, 156. häufig neben alt: auch liess er fordern ... den alten grawbarteten Agores Ayrer hist. proc. juris (1604) 736; der alte graubärtige mann Storm s. w. (1900) 4, 110. mit abschätzigem nebenton, wobei die eigentliche bedeutung hinter der vorstellung 'alt' ganz zurücktritt: Jak sagt dem fürsten ... die bittersten wahrheiten, und zwar ... im ... docententon eines graubärtigen moralisten allg. dt. bibl. (1765) 88, 2, 173; (Trudch.:) o es giebt ganz andere leute als ihr seyd, wenn auch nicht so milchbärtig. (Gid.:) sondern graubärtig Kotzebue s. dram. w. (1828) 37, 137. auch in positiv wertendem gebrauch tritt die eigentliche bedeutung zurück: ich erstaunte, dasz Scipio sich nicht schämte, seine liebe und schwäche in gegenwart graubärtiger krieger auszuseufzen Börne ges. schr. (1829) 2, 32. 22) in der anwendung auf personifizierte begriffe: endlich erschien in den schrancken der graubärthigte winter Lohenstein Arminius (1689) 1, 1382b; bis die graubärt'ge zeit ein kind geworden H. v. Kleist w. 2, 349 E. Schmidt. 33) auf pflanzen übertragen: gelbe camillen, malven, duftige narcissen, graubärtige disteln Gregorovius wanderj. in Italien 2 (1904) 226. anders, soviel wie 'mit flechten überzogen' (s. auch graubemoost): zwischen den dünnzerstreuten, graubärtigen fichtenzwergen Rosegger schr. (1895) I 14, 282. vielleicht von hier aus, wenn nicht von 1 her: mit einem schlückchen aus irgendeiner graubärtigen flasche Holtei erz. schr. (1861) 6, 95.
2200 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Graubärtigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    ○ Graubärtig , — er, — ste , adj . u. adv . (R.) einen grauen Bart habend.

  2. Spezial
    graubärtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    grau|bär|tig adj. dala berba grija.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit graubaertig

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von graubaertig

graubart + -ig

graubaertig leitet sich vom Lemma graubart ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von graubaertig 2 Komponenten

grau+baertig

graubaertig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

graubaertig als Zweitglied (1 von 1)