Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
graskönig m.
graskönig , m. 1) grasmücke: jetzt quarret sie ( die nachtigall ), dem frosch im nahen bach, jetzt schnarret sie, dem grase-könig, nach Brockes ird. vergnügen (1721) 8, 18 . 2) soviel wie maikönig, pfingstkönig, pfingstlümmel u. ä., eine den fruchtbarkeitsdämon verkörpernde verkleidete person beim maifest, bes. thüring.: die einhüllung ( eines burschen ) in baumrinde, laub, blumen oder kornstroh ebenso wie der name graskönig charakterisiert ihn als den im wachstum der bäume, blumen, gräser und kulturpflanzen waltenden vegetationsdämon Mannhardt wald- u. feldkulte (1875) 1, 355 ; vgl. hdwb. d. …