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gräulich

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Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gräulich

gräulich

grau Adj. Bezeichnung des Farbtons zwischen schwarz und weiß, ahd. grāo, Genitiv grāwes (9. Jh.), mhd. grā, asächs. grāo, grē, mnd. grā, grāwe, mnl. grā, grau, nl. grauw, aengl. grǣg, engl. grey, anord. grār, schwed. grå, germ. *grēwa- gehört als wa-Stamm (darin den Farbbezeichnungen blau, gelb, s. d., vergleichbar) bzw. (im Aengl.) als Weiterbildung eines wa-Stammes mit lit. žėrė́ti ‘im Glanze strahlen, funkeln, glänzen’, žarà ‘Röte am Himmel, Lichtschein’, aslaw. zaŕa, zoŕa, russ. zarjá (заря) ‘Glanz, Röte am Himmel’ und wohl auch lat. rāvus (mit r aus *ghr- und unerklärtem ā) ‘grau, graugelb’ zur Wurzel ie. *g̑her(ə)-, *g̑hrē- ‘strahlen, glänzen, schimmern’. Ähnlich wie blau (s. d.) entwickelt sich auch grau aus einer Ausgangsbedeutung ‘glänzend, strahlend, hell’. Zur genaueren Bezeichnung des Farbtons dienen mehrere Zusammensetzungen wie tauben-, maus-, schiefergrau. – 1grauen Vb. ‘dämmern, hell werden’, ahd. grāwēn, grāwōn ‘grau sein, werden’ (11. Jh.), mhd. grāwen, auch ‘altern, dämmern’. Die Bedeutung ‘grau werden’ übernimmt im 18. Jh. ergrauen Vb. graulich, gräulich Adj. ‘ins Graue spielend, ein wenig grau’ (17. Jh.), zuvor graulicht (16. Jh.). Im substantivierten Kompositum mit Adjektiv Morgengrau n., mit Verb Morgengrauen n. ‘Morgendämmerung’ (beide Anfang 19. Jh.).
1296 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gräulich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Gräulich , -er, -ste, adj. et adv. was Grauen, d. i. eine mit Schauer verbundene Abneigung und Furcht erwecket. Ein gräu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gräulich

    Goethe-Wörterbuch

    gräulich s greulich Dorothea Kühme D.K.

  3. modern
    Dialekt
    gräulich

    Rheinisches Wb.

    gräu-lich Allg.; -- Saarbr-Sulzb Adj.: dass.

  4. Spezial
    gräulich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    gräu|lich adj. (entsetzlich) da temëi, oribl (-i, -a), teribl (-i, -a), che fej pora. ▬ eine gräulich e Tat na aziun da …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit graeulich

4 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von graeulich

grau + -lich

graeulich leitet sich vom Lemma grau ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

graeulich‑ als Erstglied (3 von 3)

gräulichblau

GWB

graeulich·blau

gräulichblau [ Quarz ] von gelblichgrauer Farbe mit g-en Quarzpunkten N13,273,23 An Freunde dGeognosie → dunkelgraulichblau Dorothea Kühme D…

Ableitungen von graeulich (1 von 1)

Vergräulichen

Campe

Vergräulichen , v. trs . gräulich machen, Grauen erregend machen. »Alle diese Unmenschlichkeiten, wodurch man die Sache der Menschheit zu ve…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „graeulich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/graeulich/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „graeulich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/graeulich/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „graeulich". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/graeulich/pfeifer_etym.
BibTeX
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