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grämlichkeit

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grämlichkeit f.

Bd. 8, Sp. 1796
grämlichkeit, f. 11) in ältester, aber isolierter bezeugung und kaum bis zur sprachläufigkeit vorgedrungen entsprechend grämlich A: gramhaftigkeit, grämlichkeit und gramschaft id. quod gram ira, stomachus, bilis, indignatio Stieler stammb. (1691) 704. 22) 'unfrohes, unfreundliches wesen, miszmut, engherzigkeit, kleinlichkeit', entsprechend grämlich B 1. 2@aa) als eigenschaft des charakters, angeborener wesenszug: seine grämlichkeit schien ganz verloren unter dem enthusiasmus, mit dem er (Herder) sich über die zeit und literatur ausliesz Gervinus gesch. d. dt. dicht. (1853) 4, 414; als grundzug seines naturells bezeichnet hr. v. Oefele 'eine zum pessimismus neigende grämlichkeit' Jenaer literaturztg. (1879) 7, 91b. als eigenschaft einer persönlichen äuszerung, vgl. dazu grämlich B 2: mir scheint es immer, dasz man allem, was ich schreibe, eine bedrücktheit und grämlichkeit ansieht, die vom körper ungesunder weise auf den geist übergeht (1837) ausgew. br. von u. an Lobeck u. Lehrs 1, 222 Ludwich. 2@bb) als ein erworbenes wesensmerkmal, besonders sofern es an eine bestimmte lebensstufe oder bestimmte lebensverhältnisse gebunden ist: und trotz des alters grämlichkeit, die mir es zu verbieten dräut, will ich die lust der vor'gen zeit mit ihm (dem freund), so oft ich kann, erneuern J. A. Ebert ep. u. verm. ged. (1789) 105; des ehelosen lebens grämlichkeit Rückert ges. poet. w. (1867) 11, 468. pluralisch ungewöhnlich: wie find ich dich wieder! im beginn der grämlichkeiten alle, an denen ihr armen entsagenden allmählich zu grunde geht Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 2, 93. als 'mäkelsucht, hang zur krittelei': stellen wir unsere gedanken und empfindungen eine lange zeit nur gegen geschriebenes und gedrucktes; so nimmt denn doch unsere individuelle denkweise mehr als billig überhand, und wir können uns zuletzt vor einer gewissen grämlichkeit nicht schützen Göthe IV 32, 96 W. (vgl. die anm. zu dieser stelle auf s. 308). 2@cc) als 'miszmut, übellaunigkeit' auf einen vorübergehenden gemütszustand bezogen: das kind wäre desfalls grämlich gewesen, dasz es von der brust müssen ... wenigstens müsse sie (die mutter) glauben, dasz die grämlichkeit davon kommen Strube rechtl. bedenken 4 (1772) 444; (das wetter) hat mir so übel mitgespielt, dasz ich nur einen halben genusz von meinen weihnachtsgästen hatte und vor lauter grämlichkeit auch gar nicht dazu kommen konnte Mörike an Karl Wolff in: dt. dichtung 11, 102b.
2467 Zeichen · 42 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grämlichkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    grämlichkeit , f. 1 1) in ältester, aber isolierter bezeugung und kaum bis zur sprachläufigkeit vorgedrungen entsprechen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grämlichkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Grämlichkeit Mißmut, Verdrossenheit B32,96,13 Schubarth 13.11.19 Syn Mißmut Verdrießlichkeit Georg Objartel G.O.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit graemlichkeit

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Ableitung von graemlichkeit 2 Analysen

graemlich + -keit

graemlichkeit leitet sich vom Lemma graemlich ab mit Suffix -keit.

Alternativen: gram+-lich+-keit

Keine Komposita gefunden — graemlichkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „graemlichkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/graemlichkeit/dwb?formid=G25272
MLA
Cotta, Marcel. „graemlichkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/graemlichkeit/dwb?formid=G25272. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „graemlichkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/graemlichkeit/dwb?formid=G25272.
BibTeX
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