Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
grâveschaft stF.
2 ‘Gebiet, über das ein Graf Rechte hat’
1 Grafenstand, mit den dazugehörigen Rechten und Pflichten: der keiser enmac aver in allen landen niht gesîn und allez ungerihte niht rihten ze aller zît; dar umbe lîhet er den fürsten grâveschaft, und den grâven schultheizentuom SpdtL 223,12; Luppolt der getrue man / der uerdienet hude sine grascaft / daz du ir ime wole gunnen macht Roth 3554 2 ‘Gebiet, über das ein Graf Rechte hat’ nehein lant ist so chleine, man nemuoze in denne teilen. / marche unde bistuom, grascefte unde herzochtuom / daz teilet man chleine, iz niezent zwene oder dri vur einen AvaA 2,3; ein herre von Britanje, / der einer grâfschefte wielt, / mit lobe sîne stat behielt / und sîner edelkeite reht KvWTurn 591; die grauffschatz zuͦ ainem lon / die sol dein aigen wesen FrSchw 392. 299; geschiht ditz in einer grâschaft oder in einer marke, sô sullen die boten sîn vrîe lantsæzen SpdtL 196,18; Wig 3671; Kreuzf 377
MWB 2 906,4; Bearbeiterin: Baumgarte