Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottlose f.
gottlose , f. , auch gottlosi, gottlöse, eine schweizerische, als solche mundartl. noch heute gebräuchliche substantivische abstraktbildung auf -î, s. schweiz. id. 3, 1429; zur bildungsweise vgl. Wilmanns dt. gr. 2 , § 201. vereinzelt auszerschweizer. bei dem Schwaben Eisengrein ( s. u. ), während ein gottlosey für impietas bei dem Dortmunder Schöpper synon. (1550) b 4 a eine der tendenz dieses werkes entsprechende, dem alem. entnommene verhochdeutschte form sein dürfte. meist in persönlicher anwendung, wie gottlosigkeit 1 b: sölich verspotter ..., die in jren anfechtungen und in jrer gottlose…