Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottesräuberisch adj.
gottesräuberisch , adj. , vornehmlich in jüngerem gebrauch. ' kirchenräuberisch ' im eigentlichen sinne: dasz vor diesem, der unser frauen kirchen zu Augspurg mit gotts-rauberischen händen angetast, nie seye ohne sondere straff entrunnen Abr. a s. Clara etwas f. alle (1699) 1, 264 ; er hat seine gottesräuberischen hände auch sogar nach dem reichen schatze, der im tempel des Apollo zu Delos verwahrt lag, ausgestreckt Wieland s. w. (1794) 36, 48 . ' gottlos ' in allgemeinerer bedeutung: in irem gots roberischem irthumb zuuorharren M. Risch paraphrasis Erasmi (1524) A 2 a ; was sagst du, gottesrä…