Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gotesvride stM.
2 ‘Gottesfriede’ (Pax Dei), ein Sonderfriede, bei dem etw./jmd. unter Schutz gestellt wird; ab dem 12. Jh. von anderen Formen der Friedenswahrung abgelöst (vgl. zur Sache 2 HRG 2, 470-473, LexMa 4,1587)
1 durch Gott bewirkter Zustand des Friedens: ‘pax vobis’. er sprach: ‘der gotes frid sei mit eu’ PrOberalt 89,34; PrRoth 70. – übertr.: hie nach sach ich ein geistlich closter, das was mit tugenden gebuwen. die eptischin ist die ware minne, [...] die priorinne die ist der helige gottes vride Mechth 7: 36,15. 6: 1,53 2 ‘Gottesfriede’ (Pax Dei), ein Sonderfriede, bei dem etw./jmd. unter Schutz gestellt wird; ab dem 12. Jh. von anderen Formen der Friedenswahrung abgelöst (vgl. zur Sache 2HRG 2, 470-473, LexMa 4,1587): swer sich ûz der æhte ziehen wil, der sol [...] danne vride swern, ob ein vride gesworn ist; und ist dehein vride gesworn, er sol den gotesvride swern SpdtL 188,20; von deme gotesvride unde von deme burcvride. nieman sal den anderen beclagen umbe bakkenslege oder umbe scheltwort oder umbe rouffen in deme gotisvride WeistErf 7 (a. 1289)
MWB 2 868,37; Bearbeiter: Helmichg