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gō²kelen

mnd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
2 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
0

Eintrag · Westfälisches Wb.

gō²kelen V.

Bd. 2, Sp. 1197
gō²kelen V. [verstr.] 1. wackeln, umfallen (WMWB). — 2.1. tändeln, spielen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Hi kokelt dr met dat Dink herüm (Kr. AhausAhs We). — 2.2. unordentlich, ohne Interesse arbeiten (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs = PLA-TENAUWB). — 2.3. etwas unordentlich übereinander werfen. Alles en öwern änner käucheln (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LengerichLe). — 3.1. vortäuschen, vormachen; anschwindeln. Hei gaukelde die blous wuort für die Ougen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 3.2. schmeicheln, jmdm. nach dem Munde sprechen (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — 3.3. kächeln (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü) (im Spiel) mogeln [Lst]. — 4. im Tausch handeln, Tauschgeschäfte, undurchsichtige Geschäfte machen [Kr. HerfordHfd Det]. — 5.1. einen harmlosen Streich spielen, ärgern, necken; hänseln. Fui welt den Kǟl ml joicheln (Kr. SoestSos SCHMB). — 5.2. auslachen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@AnröchteAn). — 5.3. scherzen, scherzhaft erwidern, lächeln (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EpeEp). — 6. „umändern, ummodeln“ (WMWB). ⟨„gaukeln“ (Frbg. mit Frage nach „Augengaukelei“) [südl. (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. BürenBür Kr. IserlohnIsl Arn)], ›go²cheln‹ [Kr. DetmoldDet Kr. HöxterHöx Wbg], ›jo²cheln‹ [Hellweg], „jöcheln“ (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@RamsbeckRa), „gücheln“ (< nl. guichelen) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EpeEp); ›kō²cheln‹ [verstr.], ›ko²keln‹ [WMünsterl Hfd], ›ko²cheln‹ [Münsterl Kr. DetmoldDet Lst]. — Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs differenziert zwischen „keucheln“ ’im Tausch handeln, undurchsichtiges Geschäft abschließen; unordentliche Arbeit machen’ und „cheuchelen“ ’unordentlich, ohne Interesse arbeiten’; Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EpeEp zwischen „käöcheln“ ’gaukeln’ und „gücheln“ ’scherzen, scherzhaft erwidern, lächeln’⟩ ¶ Vgl. RHWB 2,1052: gäucheln, 2,1055: gaukeln, 4,326: kaukeln, käukeln; NDSWB 5,592: gokeln, gocheln, 7,632: kokeln¹.
1493 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gokelen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    gokelen, sw. v. Gaukelei treiben.

  2. modern
    Dialekt
    gō²kelenV.

    Westfälisches Wb.

    gō²kelen V. [verstr.] 1. wackeln, umfallen (WMWB). — 2.1. tändeln, spielen ( Ahs We ). Hi kokelt dr met dat Dink herüm …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gokelen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von gokelen 2 Komponenten

gok+elen

gokelen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von gokelen (1 von 1)

begō²kelen

WWB

be-gō²kelen V. [verstr.] durch → gō²kelen (Bed. 3) betrügen, belügen.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gokelen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gokelen/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „gokelen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gokelen/wwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gokelen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gokelen/wwb.
BibTeX
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