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glipferig

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glipferig

Bd. 8, Sp. 127
glipferig, daneben mit anderm suffix bis ins 18. jahrh. glipfericht, adj., adv., 'schlüpfrig, glitschig'. zu dem durch mnd. glipperen Lasch-Borchling 1, 2, 122, nnd. glippern Frischbier preusz. 237 gestützten glipfern, der intensivbildung zu glipfen; wie dieses heute vor allem im nd.; seit der mittleren sprachperiode bezeugt im mnd. glipperich lubricus Schiller-Lübben 2, 121b; glipferig machen lubricare voc. theut.(Nürnberg 1482) bei Lexer mhd. hdwb. 1, 1035a; gerundet glüpferig Joh. Adelphus Erasmus v. Rotterdams enchiridion (1520) M 2 a. neben glipferig begegnet auch seltener gliferig, glifferig Joh. Adelphus, Gäbelkover (s. u.), an die gruppe von mhd. glīfen 'schräg, abschüssig sein' anschlieszend. von wegen und andern gehbahnen: id was vnder synen voten alzo glipperich, dat he syne vote nicht setten konde bei Schiller-Lübben a. a. o. es ist recht glippricht zu gehen Bock id. pruss. (1759) 14; diese beyden schriften musz man mit groszem fleisze lesen, wenn man sich auf einem so glipfrichten stege, als der ist, der nach dem Parnasz führet, nicht versehen will Gottsched versuch einer crit. dichtk. (1751) 366; glipprich 'schlüpfrig vom wege' Schemoniek Elbinger ma. (1881) 13. von der oberfläche eines körpers: der glifferig schlang, der tüffel Joh. Adelphus Erasm. v. Rotterdams enchiridion (1520) F 1b; wie die aalen ... glipferig J. L. Weidner teutsche apophthegmata 3 (1653) 249; schab (wenn die kinder keinen stuhlgang haben) ... ein stücklein von zuckerpenit ..., bisz es würdt in der dicke wie ein zimlicher federkiel, nim ihn dann in mund, dasz es gliferig werde, oder magsts auch in ein öl duncken und zu dem kind trucken Osw. Gäbelkover artzneybuch (1595) 2, 137; das ehrenglück dantzet auf den allerglipferichsten kugeln herum J. G. Schottel ethica (1669) 55. von einer körperlichen masse selbst: kan man nun solches nicht thun, so ist es dann höchstgefährlich, dem patienten ... der in den därmen befindlichen glipferigen und feisten substanz zu berauben J. A. À Gehema grausame medicin. mordmittel (1688) 54.
2066 Zeichen · 56 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glipferig

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glipferig , daneben mit anderm suffix bis ins 18. jahrh. glipfericht, adj., adv., ' schlüpfrig, glitschig '. zu dem durc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glipferig

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Ableitung von glipferig

glipfen + -er + -ig

glipferig leitet sich vom Lemma glipfen ab mit Suffixen -er und -ig, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von glipferig 2 Komponenten

glip+ferig

glipferig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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