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gläublichkeit

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gläublichkeit f.

Bd. 7, Sp. 7911
glaublichkeit, gläublichkeit, f. , abstractum zu glaublich; seit dem frühnhd. belegt, aber erst im 18. jh. häufiger gebraucht; vgl. mnl. geloovelijcheit Verwijs-Verdam 2, 1284, nl. geloofelijkheid woordenb. 4, 1250. 11) zu glaublich 1 a von der eigenschaft einer aussage, behauptung u. dgl., glaubhaft zu sein, vgl. glaublichkeit credibilità M. Kramer d. n. dict. it.-t. (1676) 537a; wie 'glaubwürdigkeit': darumb solt du begern vom künig, das er zu einem zeichen der glaublichkeit (in signum credulitatis) inen sennde ein besonnders zeichen Birgitte (1502) 6, 34; anders: auch argwenigen menschen, die die nechsten und ire werck ubel und unrecht urteilen oder uszlegen, und so weit, daz usz solicher falscher gleublicheit ('irriger meinung') zum dickeren male unrecht krieg entspringt und unfrid Geiler v. Keisersberg d. irrig schaf (1514) 58b; wie glaubhaftigkeit 2 gebraucht: was aber die mit eingelauffene frage von der aristotelischen aussage glaub- oder unglaublichkeit belangt, will mirs selbst nicht gar zu gern eingehn Er. Francisci lufftkreisz (1680) 62; hier (ist) nicht die rede ... von glaubwürdigkeit, sondern glaublichkeit allg. dt. bibl. anh. 37/52, 673; wer aus der geschichte der natur gelernet hat, wie oft die versuche uns von begebenheiten überwiesen haben, die aller unsrer weisheit entgegenliefen, wann wir die schwankenden gründe beleuchten, durch welche die menschen die gläublichkeit bestimmen wollen, der wird leicht einsehen, wie wenig die von unsern engen begriffen aufgeworfenen schwierigkeiten uns abhalten sollen, dasjenige zu erkennen, was das zeugnis der wahrheit hat A. v. Haller briefe üb. d. wicht. wahrheiten d. offenbar. (1772) 43; ein bildliches gleichnisz versuche dieser behauptung ... vorläufig glaublichkeit zu erwerben Göthe II 6, 212 W.formelhaft über alle glaublichkeit, alle glaublichkeit übersteigen, vgl.glaube III B 2 b (sp. 7815): aber darum schwinget ihr überaus schneller lauff sich noch nicht über alle glaublichkeit Er. Francisci d. eröffn. lusthaus (1676) 842; diesz übersteigt so sehr alle glaublichkeit, dasz wir uns gern enthalten, dem ehrenwerthen urheber in dem weiteren verlauf seiner erklärung zu folgen Schelling w. (1856) II 1, 42. 22) selten zu glaublich 2 von personen 'glaubwürdigkeit, zuverlässigkeit hinsichtlich ihrer aussage': der anspruch, die glaublichkeit der alten schriftsteller, den werth ihrer zeugnisse, prüfen zu wollen Niebuhr m. gesch. (1833) 1, vii. —vereinzelt zu glaublich 3 'religiöse gläubigkeit': dann was wer von nötten die forcht (als eyn bittere und schwere sach zu thun) wo den menschen alleyn seligen möchte die suesse oder frewliche gleublicheit? H. Emser ein sendbrieve (1527) c 4a. nur lexikalisch und offenbar künstliche bildung im sinne von 'leichtgläubigkeit': ταχυπείθεια, credulitas glaublichkeit Frischlin nomencl. tril. (1586) 98a.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gläublichkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glaublichkeit , gläublichkeit , f. , abstractum zu glaublich; seit dem frühnhd. belegt, aber erst im 18. jh. häufiger ge…

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Ableitung von glaeublichkeit 2 Analysen

glaeublich + -keit

glaeublichkeit leitet sich vom Lemma glaeublich ab mit Suffix -keit.

Alternativen: glauben+-lich+-keit

Keine Komposita gefunden — glaeublichkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „glaeublichkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/glaeublichkeit/dwb?formid=G18136
MLA
Cotta, Marcel. „glaeublichkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/glaeublichkeit/dwb?formid=G18136. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „glaeublichkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/glaeublichkeit/dwb?formid=G18136.
BibTeX
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