Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
gitubali
te des 8. Jh.s, alem.):
‚Treue, Zuversicht; con-(zum Beleg s. L. Voetz, in Berg-
fidencia‘
mann 1987: 1, 485). Deadj. Abstraktbildung
mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-iþō-. S. gitrûwi, -ida. – gitubali n. ja-St., N:
‚Tal, Schlucht; convallis‘. Kollektivbildung
mit Präfix gi- (s. d.). S. tobal. – gitubili n. ja-
St., Gl. 1,323,38 (2 Hss., 2. oder 3. Viertel des
11. Jh.s und 12. Jh., alem.). 333,30 (2. oder 3.
Viertel des 11. Jh.s, alem.):
‚Pflock, Zapfen,(gitubila in Gl.
Verzapfung; incastratura‘
1,330,30 ist wohl nicht als f. ō-St. im Nom.Sg.
aufzufassen, sondern als ein Nom.Pl. n.). Kol-
lektivbildung mit Präfix gi- (s. d.). S. tubil. –
gituht f. i-St., Gl. im Clm. 14510 (Zeit unbe-
kannt; s. B. Bischoff, PBB 52 [1928], 166):
‚Tüchtigkeit; eruditio‘(mhd. getuht). Präfi-
giertes Verbalabstraktum mit dem Fortsetzer
des Suffixes uridg. *-ti-. S. gi-, tugan. – Splett,
Ahd. Wb. 1, 1001. 1019. 1026. 1027; Köbler,
Wb. d. ahd. Spr. 459; Schützeichel6 363;
Starck-Wells 225; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 10, 79. 81. 87.