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giessen

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FWB
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Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)

giessen

giessen

  1. ›unkontrolliert, überreichlich, wellenartig nach unten oder (gedachter Weise) nach oben strömen‹; im einzelnen: ›aufschießen, sich aufwerfen, aufwallen (von wellen)‹; ›sich ergießen‹; dazu ütr.: ›(die
  2. ›etw. ausgießen, ausschütten (in sehr allgemeinem Sinne)‹; im einzelnen z. B. ›etw. verspritzen (z. B. Gift)‹; ›etw. lagern (z. B. Reis)‹; ›etw. austeilen (z. B. Speise)‹; ›es regnen lassen‹; ›(einen
  3. ›etw. (eine Flüssigkeit, eine Masse, ütr.: etw. damit Vergleichbares) auf / über etw. / (vereinzelt:) auf / über jn. schütten, gießen, werfen, den Gegenstand, die Person dadurch positiv oder negativ a
  4. ›(Nachwuchs, Junge) gebären, werfen (von Tieren gesagt)‹; als Ütr. anschließbar an 2; 3.
  5. ›etw. (meist: eine Flüssigkeit, auch: eine schüttbare Masse) in etw. (prototypisch: ein Gefäß, auch: in eine Körperöffnung, in etwas einem Gefäß Vergleichbares) gießen, schütten‹.
  6. ›(einer Flüssigkeit) eine andere zugießen, zusetzen‹; mit Tendenz zu: ›(eine Flüssigkeit) mit einer anderen mischen‹.
  7. ›js. Blut (etwa im Kampf) vergießen‹; speziell: ›sein Blut vergießen, sich opfern (von der Erlösungstat Christi)‹.
  8. ›weinen, (Tränen) regnen (lassen), vergießen‹; von Personen, tropisch auch von den Augen gesagt.
  9. ›(eine flüssige Masse, meist Metall, auch Salz o. ä.) zum Zwecke der Herstellung von Gegenständen (unterschiedlichster Art) oder der Produktion handelsüblicher, zur Weiterverarbeitung benötigter Mater
  10. ›etw. (eine Kraft, innertrinitarisch auch eine Person) von einem erhöht gedachten Standpunkt in etw. (eine natürliche Gegebenheit) / eine Person gießen, einströmen lassen‹; vereinzelt mit Umkehr der B
  11. ›wohin strömen, einfließen (eigentlich von einem Strom gesagt)‹; meist ütr., dann: ›in etw. / jn. einströmen, einfließen, eingehen, sich – dem Einströmen einer Flüssigkeit verglichen – mit etw. / jm.
1849 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    giessen

    Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)

    1. ›unkontrolliert, überreichlich, wellenartig nach unten oder (gedachter Weise) nach oben strömen‹; im einzelnen: ›aufs…

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Ableitungen von giessen, (2 von 2)

begiessen

FWB

1. (mit Subj. der Person:) ›jn. / etw. mit etw. begießen, überschütten, befeuchten, überströmen; es regnen lassen‹; (mit Subj. der Sache:) ›…

entgiessen

FWB

1. ›sich ergießen‹; 2. ›etw. hervorbringen‹; speziell: ›etw. aus vollkommener göttlicher Substanz hervorbringen, durch die als entgiessen me…

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APA
Cotta, M. (2026). „giessen,". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/giessen%2C/fwb
MLA
Cotta, Marcel. „giessen,". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/giessen%2C/fwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „giessen,". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/giessen%2C/fwb.
BibTeX
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