Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gichtkorn n.
gichtkorn , n. , 1) die samenkörner der gicht- oder pfingstrose ( paeonia offic. ), die nach altem volksglauben zu ketten aufgereiht und als amulett getragen, gegen gichtische süchte bes. beim zahnen der kinder helfen: man soll jnen ( den weibern ) auch ... zu trincken geben ... fünff roter oder schwartzer zerstoszener gichtkörner in wein gethan Sebiz feldbau (1579) 85 ; es sollen auch die schwartze paeonien- oder gichtkörner wider das schretzlein oder nachtmännlein ... gut und nützlich seyn J. Otho evang. krankentrost (1671) 618 ; dis kraut nun ... mit einem gichtkorn ... gekocht und genossen…