Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
giburgilôn sw. v.
sw. v.
gi-purgilint: 3. pl. Gl 1,698,33 (M, clm 22 201, 12. Jh., lat. perf.). Oder handelt es sich nur um eine Verschreibung des giprugilotun der 7 Parallelhss.? Die Übersetzungsweise dieses Glossars macht es jedoch wahrscheinlich, daß der Glossator einen eigenen Weg der Übersetzung ging, zumal es sich nicht nur um eine Veränderung des Wortstammes handelt, sondern auch um eine formale Veränderung, die sich nicht ohne weiteres als Verschreibung ansehen läßt. Die Bildung auf -ilôn braucht dabei nicht auf ein burgila zurückgeführt zu werden, das lediglich der Tatian belegt (und stets für castellum), sondern erklärt sich wohl hinreichend aus bloßer Anlehnung an das gibrugilôn der Vorlage, das der Glossator wohl entweder nicht gekannt oder als nicht treffend genug erachtet hat.
etw. verbergen, im Verborgenen bewahren: [sacerdotes ... acceptum ignem de altari occulte absconderunt in valle, ubi erat puteus altus, et siccus, et in eo] contutati sunt [eum, 2. Macc. 1,19]; vgl. gibrugilôn sw. v.