Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
giberti
12. Jh.s:
‚Bärtigkeit; sinpubium‘(mhd. ge-
berte). Kollektivbildung mit Präfix gi- (s. d.)
zu bart (s. d.). – gibetAWB n. a-St., im Abr und
weiteren Gl., B, GB, WK, T, OT, E, Aps,
AG, LB, OG, O, BaB, WB, WH, N, Npg,
Npw:
‚Gebet, Bitte, Fürbitte, Gebetsspruch,, in
das Beten; ara, deprecatio, lectio, oraculum,
oratio, postulatio, preces, supplicatio‘
den Wendungen gibet tuon
‚anflehen, fle-, mit
hentlich bitten; obsecrationem facere‘
gibete dionôn
‚den Gottesdienst verrichten;(mhd. gebet, nhd.
observationibus servire‘
Gebet; as. gibed, mndd. gebēde, gebet;
andfrk., mndl. gebet; ae. gebed). Verbalab-
straktum zum st. v. V (j-Präsens) bitten
S211gibetôn – *gibiotari 212
(s. d.); s. Wissmann 1932: 101 f. – gibethûsAWB
n. a-St., nur im T:
‚Bethaus, Gebetsstätte,(ae. gebedhūs).
Tempel; domus orationis‘
Determinativkomp. aus gibet (s. d.) und hûs
(s. d.). – Ahd. Wb. 1, 917. 919 ff. 926; Splett,
Ahd. Wb. 1, 44. 72. 416; Köbler, Wb. d. ahd.
Spr. 372. 373. 374; Schützeichel6 44. 47;
Starck-Wells 201; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 1, 274 f. 315.