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gewölkig

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gewölkig

Bd. 7, Sp. 6721
gewölkig , adjectiv, im gegensatz zu dem concurrierenden particip (s.gewölkt) mehr durch buchungen als durch litterarische belege bezeugt. die formen sind sehr mannigfaltig sowohl in bezug auf den stammvocal als auch bezüglich des gutturals im ableitungssuffix. der älteste beleg bucht gewülkig, dazu vgl. gewülckig (und gewilkig) bei Paracelsus und in den wörterbüchern oberdeutscher mundarten, gewölckig (gewölkig) bei Rädlein, Rondeau, Hederich, Campe; gewölckicht bei Aler, Chomel, Faber; gewülckigt bei Duez, gewölckigt bei Kirsch, Matthias und in mehreren litterarischen belegen. 11) unter den buchungen halten sich: 1@aa) die begriffsbestimmungen 1@a@aα) der deutschen und lateinischen wörterbücher in festem rahmen, aus dem nur die älteste buchung etwas herausfällt, vgl. gewulkig, nebulosus, vocab. incip. teut. ante lat. gegen: nubilum gewylkig S. Heyden nomencl. rer. domest. (1539) a 2b; gewölkig, nubilus Hederich prompt. 1428; gewölckicht, nubilus, nubilosus Aler 1, 944a; das gleiche (mit zusetzung von nubifer) Kirsch 2, 152b; G. Matthias 182a; Faber deutsch-lat. J 4b. 1@a@bβ) zu den neusprachlichen buchungen vgl.: gewülckigt oder wolckigt, nubileux, trouble, au couvert de nuées, nubilus und nubilosus Duez dict. germ. gall. lat. 200a; gewölckig, nuvoloso, coperto di nuovole, nubileux, couvert de nûes ... Rädlein 385a; gewölckig, couvert de nuages Rondeau 2, Uu 4b. 1@a@gγ) gewölkig, mit gewölk versehen, überzogen Campe 2, 370; vgl. auch gewülkig, gwilki adj. gewulket Schmeller 22, 907; gewülkig H. Fischer 3, 639; Martin und Lienhard 2, 2, 822. 1@bb) auf verbindungen ist wenig hingewiesen: nubilus dies Hederich; gewölkiger himmel Campe, H. Fischer; es sei gewölckicht oder wölckicht Chomel 4, 1064; es ist sehr gewölkig Campe; do hingen macht sich's schun wieder gewülkig Martin und Lienhard. 22) die gleichen verbindungen kehren auch in den litterarischen belegen wieder, nur Paracelsus bietet andere wendungen, die jedoch ebenfalls an gebrauchsformen des subst. anknüpfen. 2@aa) der mond war auch, jedoch bei gewölkigten und trüben himmel herfürkommen Scriver goldpredigten 650; welches zimmer ... an der decke als ein gewöclkigter himmel ausgemahlet A. Weck der chur-fürstl. ... residenz Dresden (1680) 39a; wenn es nun alt Martini oder Mariae opfer nebelicht, gewölckigt und nass ist, soll ein mit untermischten nebeln unbeständiger winter darauf folgen allgem. haushaltlex. M 1a. 2@bb) aber der schaum, den die drei ersten (falz, sulphur u. Mercurius) machen, derselbig ist nicht gewülckig wie der der tonnen ist Paracelsus op. (Straszburg 1616) 2, 123c; Calcedonius ist ein stein von viel lautern und trüben farben, auch von gemischten gewolckigen flüssen und leberfarben 933a.
2768 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewölkigadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Gewölkig , adj . u. adv . mit Gewölk versehen, überzogen. Ein gewölkiger Himmel. Es ist sehr gewölkig .

  2. modern
    Dialekt
    gewölkigAdj.

    Pfälzisches Wb.

    ge-wölkig Adj. : ' wolkig ', gewelkich [SOPf (Nachlaß Heeger )]. Els. II 822 gewülkig.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewoelkig

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Ableitung von gewoelkig 3 Analysen

ge- + wolkig

gewoelkig leitet sich vom Lemma wolkig ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

Alternativen: gewoelk+-ig ge-+wolk+-ig

Keine Komposita gefunden — gewoelkig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gewoelkig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gewoelkig/dwb?formid=G15280
MLA
Cotta, Marcel. „gewoelkig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gewoelkig/dwb?formid=G15280. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gewoelkig". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gewoelkig/dwb?formid=G15280.
BibTeX
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