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geweine

mhd. bis nhd. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geweine n.

Bd. 6, Sp. 5455
geweine, gewein, n., verbalsubstantiv zu weinen (s. d.). am frühesten belegt ist eine bildung, die sich in der form an die collectiva anschlieszt, vgl. gethierz u. a., vgl. gesteinze, gebeinze (vgl. Grimm gramm. 2, 214): herr Dietherr von Isenburg bischof zu Meinz, in der drîer hern land ist grôsz geweinz von kindern, frauwen und auch von mannen. lied auf die schlacht bei Seckenheim bei Liliencron 114, 6 (1, s. 529); die heutige form, die mit der anderer verbalsubstantiva übereinstimmt, ist zuerst bei den Schlesiern belegt, und hat sich von da aus in der litteratur und in den wörterbüchern viel früher und nachhaltiger festgesetzt als andere ähnliche bildungen: diss soll der trau-ring sein diss klägliche gewein. Gryphius (verliebtes gespenst 4) 315 Palm; lasst uns den tag begehen mit seuffzendem gewein. (Stuart 3, 490) 419; die dunkel einsamkeit, vorhin durch ihr gewein bethränet und beschreit, soll nunmehr zeuge sein (ich hass, ich flieh Celinden) dasz sie, Olympe, nur, nur mächtig mich zu binden. (Cardenio 4, 120) 314; weinung, die, das weinen, it. das geweine, ploratus, fletus, lacrimatio. Stieler 2480; gewein, n. les pleurs, deploratio. Pomey 133; geweine (das), das stetige weinen, a [] long whining, weeping, crying, howling. teutsch-engl. wb. 2, 771; geweine, geween Kramer 2, 97a; das gewein oder das geweine Adelung 2, 659; geweine, continual weeping or crying. Hilpert 1, 463c; so gebildet, so war, glaubt's dem begeisterten dichter, einst als säugling Alcid, als durch sein erstes gewein' Juno's schlangen geschreckt von seiner wiege zurückflohn. Wieland (übers. v. Villoisons ged. auf d. geburt des erbprinzen von Sachsen-Weimar) 6, 50 Hempel; dacht' ich's doch, dasz ihr's nicht wiszt (was sich heut nacht zugetragen). was ein geweine die stiege hinauf und hinunter, hört' mahl; hört ihr's jetzt? maler Müller (Golo u. Genovefa 3, 6) 3, 182.
1891 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geweineswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    geweine swv. das verstärkte weine. sô gesiht man wol, daʒ ich vil selten iemer iht geweine MS. 1,82. a. swaʒ geweinde Kr…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gewêⁱnen.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    gewêⁱne , n. , Weinen, dat êwelĩke gew. der Ort ewigen Heulens.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geweine

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Geweine ,

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geweine

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von geweine 3 Analysen

ge- + weine

geweine leitet sich vom Lemma weine ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+we+-in+-e gewe+-in+-e

Zerlegung von geweine 2 Komponenten

gewe+ine

geweine setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geweine‑ als Erstglied (1 von 1)

geweineze

KöblerMhd

geweineze , mmd., st. N. nhd. Weinen, Wehklagen (N.) E.: s. ge, weinen W.: nhd. DW- L.: Lexer 71a (geweinze), LexerN 3, 208 (geweinze)