Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
gestüele stn.
1. geordnete menge von stühlen oder sitzen. ahd. gastuoli Graff 6,665. michel was diu hôchzît und daʒ gestûle vile wît En. 345,6. dô ritin sie ungebeitit dâ iʒ gestuole was bereitit Ath. D, 124. der linden gestüele daʒ was von bluomen und von grase der baʒ gemâlete wase den ie linde gewan Trist. 17182. als diu ritterlîche schar daʒ gestüele besaʒ Flore 223. vgl. krone 369. b. g. Gerh. 3643. troj. s. 9. c. Engelh. 2423. Haugdietr. 238,1. Lohengr. 48. 49. gestûlze Gr. w. 1,446.
2. sitz, thron. der kunec in eime gestûle saʒ ime schate kûle Albr. 70. a. verbirc dich hinder daʒ gestüele dâ ich bî im ûffe sitzen wil Barl. 179,18. 225,9. diu Minne was entworfen dar ûf ein gestüele hôhe enbor troj. s. 21. d. vgl. g. sm. 1761. Pass. K. 57,32. 280,31. 337,83. Teichn. 86. Suchenw. 30,54. si heten ein gestüele gemachet ûʒ rôsen Ls. 3,5.
3. der dritte chor der engel. gestuole nante er den dritten chôr Genes. D. 1,10. trôni sprichet gestûle Pass. 341,62.