Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
gesinde
gesinde
- ›Familie, Stamm, Geschlecht (als Familienverband gedacht)‹; die historische Tiefe des Geschlechtes und die Zugehörigkeit der Ehefrau werden in den Belegen nicht angesprochen.
- ›zu einem bäuerlichen, handwerklichen Haushalt bzw. einer als Haushalt gesehenen kleineren Wirtschaftseinheit gehörende Personen; Gesamtheit der Familienangehörigen, Dienstboten, Knechte, Mägde, näher
- ›Gruppe von Menschen, die einen Wirtschaftsbetrieb (z. B. einen landwirtschaftlichen Hof, ein Bergwerk, eine Bank) oder einen einem Wirtschaftsbetrieb ähnlich gedachten Hofstaat in dienender, helfende
- ›Gruppe von Menschen, (vereinzelt: von Tieren), die sich mit jm. auf einer Reise, auf Wanderschaft o. ä. befinden, (auch:) die js. Lebensgang teilen, Begleitschar, Begleitung (kollektiv)‹; speziell: ›
- ›militärische Gefolgschaft, Truppe, Truppenteil; Häscherschar; als militärisch organisiert gedachte Gruppe von Helfern‹; auch bildlich gebraucht.
- ›Gesindel, Pack, diejenigen Schichten und Gruppen von Menschen, die man am Rande bis außerhalb der Gesellschaft situiert sieht, denen man (berechtigterweise oder zur Herausstellung der eigenen Ordnung