Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
geschwind
geschwind
- ›gewandt, beweglich, rasch, einfallsreich im Denken und Handeln, schnell, scharf in der Auffassungs-, Beobachtungsgabe, klug von der Begabung her‹; oft mit Öffnung zu ›schlau, listig, tückisch‹, selte
- ›relative kurz im Zeitverlauf, im Vergleich zur üblichen Verlaufszeit schnell, geschwind, sich schnell vollziehend; auf schnellen Ablauf angelegt (z. B. vom Schritt, Gang)‹.
- mit Tendenz zur Angabe des Zeitpunktes: ›sofortig, unverzüglich‹.
- ›ungestüm, voreilig, vorschnell, jäh aus-, hervorbrechend (von Handlungen, Haltungen, Stimmungen); aufbrausend (von Personen)‹.
- ›über das übliche Maß hinausgehend‹; in einzelnen z. B.: ›sehr, gewaltig (von der Furcht)‹; ›streng, ernst (von einer Rede)‹; ›hart, fest (von Fesseln)‹; ›heftig (von Schlägen)‹; ›strömend (vom Regen)
- ›unruhig, gefährlich, bedrohlich (oft von den Zeitläuften gesagt)‹.